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macOS: Apple will mehrere Videoformate über Bord werfen

Künftige Versionen des Mac-Betriebssystems unterstützen bestimmte "ältere Medien" nicht länger, warnt der Hersteller. Final-Cut-Nutzer sollten sich vorbereiten.

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macOS Mojave

Bestimmte Videodatenformate, die mit macOS 10.14 noch kompatibel sind, werden von zukünftigen Versionen des Betriebssystems nicht mehr unterstützt.

(Bild: Apple)

Bestimmte Mediendateien, die sich bis hin zu macOS Mojave verwenden lassen, werden in kommenden macOS-Versionen nicht mehr funktionieren: "Ältere Mediendateien" seien zwar mit macOS 10.14 kompatibel, "werden es aber nicht mit zukünftigen macOS-Versionen sein", warnt Apple. Dies betrifft vor allem Videodatenformate, die in der Postproduktion zum Einsatz kommen.

Zu den "älteren Medien", die zukünftigen Versionen von macOS nicht mehr unterstützen werden, zählen laut einem Support-Dokument GoPros CineForm und Avids DNxHD (Digital Nonlinear Extensible High Definition) und DNxHR-Format, wenn es "mit Software erstellt wurde", Auch Videos, die mit "Kameras wie den HDCAM-SR-Modellen von Sony" gefilmt wurden, sind künftig inkompatibel – ebenso wie "Material, das mit vielen älteren Kameras aufgenommen wurde, oder Dateien, die mit älterer Software bearbeitet wurden", wie das Unternehmen vage anmerkt.

Einen Grund für die Einstellung der Unterstützung dieser Videodatenformate wurde bislang nicht genannt, ebenso fehlt ein genauer Termin – offenbar ist es aber frühestens ab macOS 10.15 im Herbst 2019 mit Inkompatibilitäten zu rechnen. Nutzer sollten nur noch Medienformate einsetzen, die von Final Cut Pro unterstützt werden, schreibt Apple unter Verweis auf ein weiteres Support-Dokument mit einer Liste von Video-, Audio-, Standbild- und Container-Formaten.

Um sich auf künftige macOS-Versionen vorzubereiten, sollten Nutzer von Apples Videoschnitt-Software Final Cut Pro ihre Projekte prüfen: Sind dort zukünftig nicht mehr unterstützte Medienformate eigebunden, werde "unter Umständen" ein Warnhinweis angezeigt, schreibt Apple. Der Hinweis erfolgte nach Freigabe des jüngsten Updates von Final Cut Pro X auf Version 10.4.4.

Apple empfiehlt Final-Cut-Nutzern, zuerst ihre FCP-Mediatheken zu sichern, die Bearbeitung der Projekte abzuschließen und diese mit Apples hauseigenem Codec ProRes 422 als Originaldatei zu exportieren. Diese Originaldateien lassen sich dann in neue Projekte einfügen und dort weiter bearbeiten, führt das Unternehmen aus. (lbe)