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macOS: Dashboard verabschiedet sich nach 14 Jahren

Die einst populäre Widget-Oberfläche wird von Apple schon seit längerem versteckt. In Catalina alias macOS 10.15 ist sie ganz weg.

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In Mac OS X Tiger wurde uns das Dashboard erstmals vorgestellt.

(Bild: Apple)

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Apple hat umgesetzt, was sich schon abzeichnete: macOS 10.15 kommt tatsächlich ohne Dashboard-Funktion. Entsprechende Leaks hatte es schon vor Erscheinen der ersten Entwickler-Betaversion von Catalina gegeben. Nun zeigt sich im Changelog von Apples Browser-Kern WebKit, dass Dashboard-Features mit dem neuen Betriebssystem ersatzlos gestrichen sind. Das ist dem japanischen Apple-Blog Macotakara aufgefallen.

Die Widget-Oberfläche hatte fast 15 Jahre lang im Mac-Betriebssystem gesteckt, sie war einst im Frühjahr 2005 zusammen mit Mac OS X 10.4 alias Tiger eingeführt worden. Apple folgte damals einem Trend, kleine Apps, die in Web-Programmiersprachen schnell und einfach entwickelt werden konnten, ein über den Desktop mittels Tastatur- oder Maus-Kurzbefehl flott erreichbares Interface zu verpassen. So konnte man schnell einen Blick auf das Wetter werfen, kurze Notizen in Form von Post-Its verfassen, eine Weltzeituhr aktivieren und vieles mehr.

Es gab dazu sogar eine Art App Store, wo man sich die kostenlosen Miniprogramme ansehen und auch gleich installieren konnte. Noch heute nutzt mancher macOS-User das Dashboard, auch wenn Apple ihm mit der Heute-Ansicht in der Benachrichtigungszentrale, verfügbar seit macOS 10.10 alias Yosemite von 2014, längst selbst Konkurrenz macht. Auch eine kleine Developer-Szene ist noch aktiv.

Seit Yosemite hatte Apple das Dashboard auch offensiv versteckt. Wer es nicht zuvor bereits aktiviert hatte, muss es seither händisch hervorholen – über ein gut verstecktes Menü in den Systemeinstellungen. Eine Begründung für das Dashboard-Ende hat Apple bislang nicht geliefert. Doch der Konzern schneidet mit macOS 10.15 an vielen Stellen alte Zöpfe ab.

So wird die Fotoverwaltung Aperture nicht mehr laufen, die traditionsreiche Medienwiedergabe-Suite QuickTime 7 samt Plugins wird nicht mehr unterstützt und auch Apps, die die klassische Carbon-API nutzen, verweigern den Start. 32-Bit-Apps sind außerem passé. Daneben setzt Apple auch bei der Medienverwaltung iTunes die ganz große Axt an und zerlegt sie in drei Teile.

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(bsc)