macOS: Kostenlose Mini-App sammelt Textfragmente

Wer häufig mit ungespeicherten Dokumenten in Editoren arbeitet, kann diese künftig in die kleine Anwendung Tot auslagern, die in der Menüleiste thront.

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Tot gibt es für den Mac und für iOS – das Geschäftsmodell ist jeweils verschieden.

(Bild: Iconfactory)

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Der bekannte macOS- und iOS-Entwickler Craig Hockenberry von der Iconfactory hat eine neue App vorgestellt. Tot genannt, was auf Englisch so viel wie "Knirps" oder "Schlückchen" heißt, hat ein extrem einfaches Konzept: In insgesamt sieben Slots kann man Textinhalte und Links packen, die sich mittels Markdown formatieren lassen. Tot ist entweder als eigene App mit Icon oder als Menüleistenprogramm aufrufbar.

Die Idee hinter Tot erinnert an das Note Pad aus dem klassischen Mac OS. Dabei geht es um Selbstbeschränkung – aber auch um einen Ort, an dem man all das ablegen kann, wofür es an anderer Stelle keinen Platz gibt. Nutzer können beispielsweise bislang ungespeicherte oder ungenannnte Dokumente in ihrem Texteditor einfach in Tot verfrachten.

Die Oberfläche ist auch im Dunkelmodus zu nutzen, man kann zwischen Nur-Text-Darstellung und Rich Text umschalten. Es gibt diverse Shortcuts und die Möglichkeit, Tot mittels Shellscript zu beschicken. Die sieben Slots werden in verschiedenen Farben markiert – sind sie bestückt, zeigt sich oberhalb von Ihnen ein Kreis. Das Material wird automatisch in iCloud gesichert und so zwischen mehreren Macs synchronisiert.

Auch das Geschäftsmodell von Hockenberrys App ist interessant. Wer sie auf dem Mac nutzen will, zahlt nichts – auch die Synchronisation und alle anderen Features sind frei verfügbar. Möchte man Tot hingegen auf iOS- und iPadOS-Geräten nutzen, muss bezahlt werden. Der Preis ist mit 22 Euro dabei ordentlich – dafür gibt es weder Abos noch In-App-Verkäufe und man zahlt nur einmal.

Die App hat einen geringen Footprint im Speicher, synchronisiert sich automatisch im Hintergrund und kommt auch unter iPadOS mit diversen Tastaturkürzeln. Dokumente lassen sich später exportieren, ein Speichern ist ansonsten nicht notwendig. Auch kann Tot RTF-Texte automatisch in Markdown verwandeln. (bsc)