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macOS Sierra beseitigt fast 70 Sicherheitslücken

Mit der neuen Version 10.12 hat Apple 68 Schwachstellen in macOS respektive OS X behoben, darunter kritische. Für ältere OS-X-Versionen liegt derzeit kein Sicherheits-Update vor.

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Das neue macOS-Version 10.12 Sierra stopft eine lange Liste an Sicherheitslücken, wie Apple in einem Support-Dokument aufführt. 68 Schwachstellen nennt der Hersteller dort, die das Update beseitigen soll, darunter kritische Lücken: Eine Audio-Schwachstelle könne einem entfernten Angreifer ermöglichen, Schadcode einzuschleusen und auszuführen. Mehrere Bugs machen es außerdem möglich, dass Programme Schadcode mit Kernel-Rechten starten – und manipulierter Software so erweiterte Rechte einräumen.

Allein sechzehn Schwachstellen führt Apple im Modul “apache_mod_php” von OS X 10.11 El Capitan auf, diese seien durch Aktualisierung von PHP auf Version 5.6.24 beseitigt.

Gewöhnlich stellt Apple für ältere OS-X-Versionen noch eigene Sicherheits-Updates bereit, um die Lücken zu schließen – das ist bislang allerdings nicht der Fall. Ob eine Aktualisierung für die vorausgehenden Systeme folgt, bleibt derzeit offen.

Die letzte Sicherheitsaktualisierung für El Capitan und OS X 10.10 Yosemite erfolgte Anfang September zur Beseitigung der von der Spionagesoftware Pegasus genutzten Schwachstellen. Nutzern bleibt zur Beseitigung der Lücken derzeit nur, das Update auf macOS Sierra durchzuführen – wenn ihr Mac es unterstützt. macOS 10.12 läuft auf bestimmten Macs aus den Jahren 2007 bis 2009 nicht mehr.

Die durch Safari 10 beseitigen Sicherheitsprobleme bleiben El-Capitan- sowie Yosemite-Nutzer nicht vorbehalten, ein Update des Browsers steht auch für die älteren Versionen des Betriebssystems zur Verfügung. Zusammen mit macOS Sierra hat Apple auch macOS Server in Version 5.2 freigegeben, das Update stopft zwei Sicherheitslücken. (lbe)