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30 Jahre Tschernobyl: Der Radioaktivität auf der Spur – vier Bauanleitungen von c't Hacks

Auch dreißig Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind die strahlenden Spuren des Unfalls messbar. Wer seine Umgebung einmal selbst untersuchen will, kann sich die nötige Ausrüstung selber bauen.

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Die selbstgebaute Ionenkammer nimmt einen Glühstrumpf als Strahlungsquelle für eine Testmessung ins Visier.

(Bild: Charles Wenzel)

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Tschernobyl - 30 Jahre nach der AKW-Katastrophe

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Anlässlich des traurigen 30. Jahrestags der Kernschmelze im ukrainischen Atomkraftwerk von Tschernobyl haben wir ins Archiv der c't-Hacks (der Vorgängerzeitschrift von Make) gegriffen und vier Bauanleitungen sowie einen Grundlagenartikel rund um die Radioaktivität im Volltext zum Gratis-Download freigegeben. Wie heute für die Make und seinerzeit für die c't Hacks typisch wird in den Bauanleitungen vieles an Zutaten anders verwendet, als sich der Hersteller des ursprünglichen Produkts das mal gedacht hat: So wird eine elektrische Fliegenklatsche aus dem Ramschladen kurzerhand zum Hochspannungsnetzteil umfunktioniert, wie man es zum Betrieb eines Geiger-Müller-Zählrohres benötigt. Mit den bis zu 1,5 kV, die er aus 3 Volt Batteriespannung hochtransformiert, eignet sich der Umbau aber natürlich auch für andere Projekte als Energiequelle.

Eine Alternative zum Zählrohr bietet eine selbstgebaute Ionenkammer, die man aus einer unbeschichteten Metalldose, einer Verstärkerschaltung und einem optionalen Drehspulvoltmeter zusammenbauen kann – in vier Stunden und mit 10 Euro Materialkosten. Interessiert man sich vor allem für Alphastrahlen, kann man die mit einer modifizierten Webcam sogar auf dem Bildschirm visualisieren. Und wie man einen antiken russischen Geigerzähler mit einem PC verbindet, zeigen wir ebenfalls Schritt für Schritt.

Sie finden die fünf c't-Hacks-Artikel auch jeweils aus der folgenden Bilderstrecke heraus verlinkt. Die Links führen in den heise shop, bei dem Sie sich gratis anmelden müssen, um dann den jeweiligen Artikel als PDF zum Preis von jeweils 0 Euro zu "kaufen" und herunterzuladen.

Bauanleitungen von Make rund um die Radioaktivität (5 Bilder)

"Radioaktive Strahlung messen" aus c't Hacks 2/12

Vor dem Basteln die Theorie: Wer verstehen möchte, was hinter den Millisieverts und Terabequerels steckt und wie aussagekräftig Messwerte sind, findet in unserem Grunlagen-Artikel "Radioaktive Strahlung messen" eine solide Einführung in das Thema, bevor in den nachfolgenden Beiträgen Bastelanleitungen dazu vorgestellt werden.

Dass vier der fünf Artikel aus einer einzigen Ausgabe der c't Hacks stammen, ist leider kein Zufall – im Jahr 2012 war das akute Interesse an Radioaktivität und deren Messung nicht mehr durch Tschernobyl motiviert, sondern durch den Unfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im Jahr zuvor. (pek)