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3D-Druck: Monokular für nächtlichen Durchblick

Das OpenScope-Nachtsichtgerät ermöglicht Einblick in dunkle Umgebungen und mutet an wie aus der Zeit gefallen. Das Selberbauen braucht vor allem etwas Zeit…

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(Bild: Bild: MattGyver92 )

Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, was Nachts so in eurem Garten vorgeht, oder euch wie ein Spion auf geheimer Mission fühlen möchtet, dann könnte dieses Projekt etwas für euch sein. In mühevoller Kleinarbeit hat Instructables-User MattGyver92 dieses „Nachtsicht-Monokular“ entwickelt, das mit etwas Geduld und rund 25 Stunden Druckzeit am 3D-Drucker nachgebaut werden kann.

(Bild: MattGyver92)

Das Gehäuse ist das aufwändigste Bauteil des Geräts. Der Korpus kann aus einfachem PLA-Filament gedruckt werden, für den Druck selbst solltet ihr allerdings einen kompletten Tag einplanen.

Etwas anspruchsvoller wird es bei der Muschel des Okulars: MattGyver92 empfiehlt hier das Material NinjaFlex und die Nutzung eines Extruders mit Direktantrieb. NinjaFlex verhält sich im Druckergebnis ähnlich wie Gummi und bietet daher eine gewisse Bequemlichkeit - kostet allerdings mehr als doppelt so viel wie klassisches PLA-Filament und ist in der Handhabung herausfordernd. Wer diesen Schritt sparen möchte: Im Foto- und Fernglasbedarf gibt es vergleichbare Gummi- und Silikon-Augenmuscheln, die gegebenenfalls auf das Gehäuse angepasst werden müssen.

(Bild: MattGyver92)

Technisch gesehen ist das Gerät recht simpel gestrickt. Im Innern sorgen eine CMOS-Kamera, ein 1,5-Zoll-Display, eine IR-LED, eine doppelt konvexe Linse sowie diverse kleine Bauteile für den richtigen Durchblick. Die Funktionsweise ist einfach: Die LED strahlt per Infrarot die Umwelt an, diese wird dann von der Infrarot-fähigen Kamera aufgenommen und auf dem kleinen Display angezeigt.

Wenn ihr das OpenScope-Nachtsichtgerät nachbauen möchtet, findet ihr alle Informationen inklusive 3D-Druck-Vorlagen bei Instructables. (kgr)