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3D-Scans mit der aktuellen Windows-Kinect

Es gibt etliche Programme, die aus einer Kinect einen 3D-Scanner machen – mit der aktuellen Version der Tiefenkamera arbeitete aber bisher keine zusammen. Jetzt macht KScan3D das Rennen und kommt als erster mit Kinect-v2-Unterstützung auf den Markt.

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Version 1.1 der Windows-Software KScan3D verwandelt jetzt auch die aktuelle Kinect für Windows v2 in einen handgeführten 3D-Scanner, mit dem sich größere Gegenstände und auch ganze Personen in ein Datenmodell einfangen lassen. Das erfasste Oberflächengitter kann beispielsweise als Rohmaterial für eine Vorlage zum 3D-Druck dienen.

Dieses Sessel-3D-Modell besteht aus rund 1,5 Millionen Punkten und 3 Millionen Polygonen und wurde mit KScan3D erzeugt – leider ist nicht klar, ob dabei schon die aktuelle Kinect für Windows v2 zum Einsatz kam.

(Bild: KScan3D)

Da die Kinect v2 – anders als ihre Vorgängerin – nach dem Time-of-Flight-Prinzip arbeitet und ihr Tiefensensor sowie ihre RGB-Kamera eine deutlich höhere Auflösung liefern, sollten sich mit der neuen KScan3D-Version detailliertere 3D-Modelle erfassen lassen. Beispieldateien findet man zwar auf der Webseite von KScan3D, allerdings ist bei keiner davon vermerkt, mit welcher Tiefenkamera die Objekte aufgenommen wurde.

Außerdem dämpft der Hersteller zu hohe Erwartungen: Mit Oberflächen aus Metall und Kunststoff käme die Kombination aus KScan3D 1.1 und Kinect v2 weniger gut klar. Außerdem könne jetzt nur noch ein Sensor zur Zeit am Rechner angeschlossen sein, heißt es im Blogbeitrag zur neuen Version der Software. Die Vorversion konnte noch mehrere alte Kinects parallel anzapfen, die dieselbe Szene aus unterschiedlichen Blickwinkeln ins Visier nahmen.

KScan3D läuft unter Windows 8 und 8.1, kostet 299 US-Dollar und kann als 14-Tage-Testversion heruntergeladen werden, bei der allerdings der Export deaktiviert ist. Um die Kinect einzubinden, muss das offizielle SDK dafür von Microsoft installiert werden. (Peter König) / (pek)