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40 Jahre Yps: Agenten, Detektive, Abenteurer

Vor genau 40 Jahren begann die Geschichte von Yps, dem Heft mit seinen legendären Gimmicks. Zum runden Geburtstag kann auch die inzwischen etablierte Neuauflage auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken.

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Detail des ersten Yps-Titels

(Bild: Yps.de )

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Am 13. Oktober 1975 erschien die allererste Ausgabe des legendären Yps mit Gimmick an den Kiosken. Für zunächst 2,50 Mark und später lange Jahre 3 Mark bot das Heft dann 25 Jahre lang mehr als nur etwas Plastik und ein Comic-Heft.

Der Ideenreichtum der ursprünglichen Yps-Macher brachte Kinder ebenso wie ihre Eltern zum Staunen: Zwei mit schwarzer Folie umwickelte Rollen drehten vorne ein weißes Blatt Papier hinein, hinten einen versteckten Zehn-Mark-Schein heraus und mimten so eine Gelddruckmaschine. Ein Plastikwürfel quetschte Hartgekochtes in Form und ermöglichte die Quadratur des Eis. Schwarze Müllsäcke wurden zu Zeppelinen und lösten UFO-Alarm aus.

Regelmäßige Serien statteten die Kinder mit Ausrüstung für Geheimagenten, Detektive und Abenteurer aus. Nebenbei stellte Yps im westlichen Nachkriegsdeutschland mehr Agentenausweise aus als die CIA.

Yps - eine Zeitreise in Ausschnitten (22 Bilder)

Das erste Yps-Heft - gleich mit Katapult
(Bild: Y-Fanpage, Yps, Egmont Ehapa)

Zwölf Jahre nachdem das Heft im Jahr 2000 eingestellt worden war, gab es dann eine Neuauflage: Der Egmont Ehapa Verlag führte Yps jedoch nicht als Kinder-Comic, sondern als Männermagazin weiter. Es soll Kindheitserinnerungen wecken, daher lagen der ersten Ausgabe auch die altbekannten Urzeitkrebse samt Futter bei. Der Erfolg jedenfalls war riesig, das Yps-Heft innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Der Einzelausgabe folgte dann ab dem Frühjahr 2013 ein neues Heft im Drei-Monats-Rhythmus. Seit diesem Jahr erscheint das Magazin alle zwei Monate.

In den besten Zeiten fand das Heft, dessen Vorbild die französische Jugendzeitschrift Pif Gadget, ein Organ der kommunistischen Partei in Frankreich, war, einst jede Woche 600.000 Abnehmer. Die aktuelle Auflage liegt durchschnittlich bei rund 60.000 Heften. Von der aktuellen Jubiläumsausgabe dürften aber deutlich mehr gedruckt worden sein. Zum 40. Geburtstag gratuliert jedenfalls sogar Google mit sechs verschiedenen Doodles auf seiner Suchseite.

Google-Doodle zum Yps-Jubiläum (6 Bilder)

(Bild: www.google.de)

Bereits 2005 hatte es einen Versuch gegeben, das Heft wiederzubeleben, damals ebenfalls mit den Urzeitkrebsen. Das dutzendfachl in Yps erschienene Gimmick begeisterte bereits Generationen von Jugendlichen. Im Zoogeschäft werden die Salinenkrebse übrigens als schnödes Fischfutter gehandelt. Yps verkauft in erster Linie eben nicht Gimmicks, sondern Forschergeist. (akr) / (jk) / (mho)