ARM-Board für Arduino-Shields

Das Board Rascal ist kompatibel zu vielen Arduino-Shields, bietet aber erheblich mehr Rechenleistung und eine Webschnittstelle von Hause aus.

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Von
  • Daniel Bachfeld

Der große Erfolg der Arduino-Plattform ist unter anderem der Fülle an Shields für verschiedene Zwecke geschuldet – ein Vorteil, den viele andere Plattformen nicht bieten. Das Board Rascal Micro verspricht eine hohe Kompatiblität mit bestehenden Shields, bietet jedoch mit seinem ARM-Prozessor (AT91SAM9G20) eine wesentlich höhere Leistung. Zudem bietet das Board von Hause aus ein LAN-Interface und einen integrierten Webserver, sodass sich mit einem Shield gesammelte Daten leicht im Netz übertragen oder per Web anzeigen lassen. Umgekehrt lassen sich Steuerungen so ebenfalls einbinden und bedienen.

Die Programmierung des Rascal Micro erfolgt on-board über einen eingebauten, Web-basierten Editor in Python. Bei der konkreten Implementierung zur Abfrage von Sensoren und der Kommunikation mit den Shields hilft die Python-Bibliothek Pytronics. Zur leichten Visualisierung der Daten auf der Weboberfläche dienen jQuery und jQplot.

Als Betriebssystem des Boards kommt Linux zum Einsatz, das mit der Toolsammlung OpenEmbedded erstellt wird. Die Software wird auf einer SD-Karte installiert. Der Preis der ersten Boards lag bei 180 US-Dollar – derzeit sind sie ausverkauft. Die Boards einer für Ende Juni geplanten Charge sollen laut Engadget zwischen 100 und 150 US-Dollar liegen. Sobald neue Boards verfügbar sind, wird man über die Rascal-Micros-Mailingliste informiert. Mit dem Arduino-Shield kompatible Boards gibt es auch noch vom Hersteller Microchip. Das ChipKit enthält einen MIPS-basierten PIC32-Prozessor mit 80 MHz. (dab)