Menü
Make

Acht CPU-Kerne auf einer Platine: Odroid-XU4

Mit einer Kombination aus vier leistungsstarken und vier sparsamen Kernen soll das neue Board des südkoreanischen Herstellers Hardkernel die Balance zwischen Energiebedarf und Rechenkraft schaffen.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 112 Beiträge
Platine mit CPU-Kernen

(Bild: Hardkernel)

Der leistungsfähige Einplatinenrechner Odroid-XU4 soll ab 30. Juli beim Elektronikversand Pollin zu bekommen sein – für 80 Euro. Als Prozessor ist ein Exynos5 Octa von Samsung mit acht Kernen an Bord: Je vier vom Typ Cortex-A15 für rechenintensive Operationen und vier leistungsschwächere Cortex-A7 mit weniger Energiebedarf. Diese Kombination soll Strom sparen, indem je nach Aufgabe die passenden Kerne beschäftigt werden. Als Arbeitsspeicher dienen 2 GByte DDR3-RAM. Für Speichererweiterungen unterstützt der XU4 eMMC5.0 HS400 Flash-Speicher sowie Micro-SD-Karten.

Das XU4-Board kommt standardmäßig mit montiertem Lüfter, der aber nur bei hoher CPU-Last anspringen soll.

(Bild: Hardkernel)

Gegenüber dem Raspberry-Pi-Konkurrenten Odroid C1 vom selben Hersteller verdoppelt der XU4 mal eben die Zahl der Kerne und den Arbeitsspeicher. Außerdem bietet der neue Einplatinen-PC zwei USB-3.0-Ports – da muss auch der aktuelle Raspberry Pi 2 passen. Dafür kostet der XU4 allerdings auch mehr als das Doppelte eines (ohnehin aktuell nicht lieferbaren) C1 oder RasPi. Stolz fällt mit 4 Ampere allerdings die Stromaufnahme des XU4 aus.

Günstig nimmt sich der XU4 hingegen im Vergleich zum Odroid-XU3 aus, der mit identischem Prozessor und derselben Menge Speicher, aber zahlreichen weiteren Schnittstellen ausgestattet ist, etwa mehr USB-Ausgänge oder Micro-HDMI sowie DisplayPort. Der XU4 bietet stattdessen schlicht HDMI, ist mit Maßen von 83 mm × 60 mm × 20 mm aber auch etwas kompakter. Was die Software angeht, soll der XU4 allerdings komplett zum XU3 kompatibel sein. Am Ende muss man abwägen, ob der Einplatinenrechner eher die Basis für einen selbstgebauten Roboter oder einen Heim- und Medienserver bilden soll.

Rund um die Odroid-Boards gibt es eine aktive Community, die Betriebssystem-Images regelmäßig aktualisiert und anpasst sowie das monatlich als PDF erscheinende kostenlose Odroid Magazine herausgibt. (Peter König) / (pek)