Menü
Make

Aisler: Vom Hobbyprojekt zum verkaufsfertigen Bausatz

Weniger Logistik und mehr Konzentration auf die Elektronik – Aisler will Makern mit einem neuen Service das Veröffentlichen von Projekten und den Verkauf von Kleinserien deutlich einfacher machen.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 14 Beiträge
Mehrere Stapel grüner Platinen in geschwungener Dreieck-Form

(Bild: Aisler)

Auf der Open-Hardware-Plattform Aisler können Maker ab sofort ihre selbstentwickelten Projekte veröffentlichen und als Bausätze verkaufen. Der Service mit dem Name "Quick ‘n’ Clever PCB + Parts Set" richte sich insbesondere an Bastler, die Kleinserien produzieren und Community-Feedback für ihre Prototypen erhalten möchten, so Aisler-Mitgründer Felix Plitzko.

Alle benötigten Teile können für Bausätze bestellt werden

(Bild: Aisler)

Im Vergleich zu Konkurrenten wie OSH Park oder EasyEDA können nicht nur Platinen bestellt und geteilt werden, sondern auch gleich die notwendigen Bauteile. Dabei will Aisler mit der Abwicklung vom Zusammenstellen und Verpacken der Sets, der Lieferung und Abrechnung Makern die ersten Aufgaben abseits der Produktgestaltung abnehmen. Später soll es auch möglich sein, die Aufbauanleitung direkt mit zu veröffentlichen.

DIY-Katzenohren

Zum Start des Angebots kooperiert Aisler mit der niederländischen High-Tech-Fashion-Designerin Anouk Wipprecht, die dafür einen programmierbaren Haarreifen mit Katzenohren entworfen hat. Die elektronischen Teile können bei Aisler und die 3D-gedruckten Ohren beim Dienstleister Shapeways bestellt werden – aber auch alles komplett selbst herzustellen ist möglich.

PCB der Kitty Ears

(Bild: Aisler)

Alle notwendigen Dateien und die englischsprachige Anleitung gibt es bei Instructables. Den Praxistest hat das Kit auf der Make Munich bereits bestanden.

Anouk Wipprecht mit Workshopteilnehmerinnen auf der Make Munich

Schritt nach vorn

Im Februar hatte Aisler die Zusammenarbeit mit dem Platinenherstellungsservice Fritzing Fab angekündigt und dabei versprochen, dass Maker künftig eigene Projekte zum Verkauf anbieten könnten. Ursprünglich war die Firma 2016 als Suchmaschine mit Bestellservice gestartet, die Open-Hardware-Projekte auf Github durchsuchte – die für ein Projekt norwendigen Teile können dann gleich mitbestellt werden.

(hch)