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Arduino-Entwicklungsumgebung 1.0 ist da

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Die Programmierumgebung für die Mikrocontrollerplattform Arduino ist in Version 1.0 erschienen. Mit dem 24. Release des Java-basierten SDK haben – vom veränderten Erscheinungsbild und kleineren Bugfixes abgesehen – auch einige technische Neuerungen Einzug gehalten.

Die neue Version unterstützt nun vollständig die R3-Varianten von Arduino Uno und Mega2560. Diese sind leicht an der weißen Unterseite erkennbar und verwenden als USB-Schnittstelle einen Atmega 16U2 statt dem 8U2 beziehungsweise FTDI-Chip der Vorgängermodelle. Die Funktion "Burn Bootloader" spielt den aktualisierten OptiBoot 4.4 ein.

Grüner, aber weniger grün hinter den Ohren: Arduino SDK 1.0

Der Texteditor hebt Links etwa in Kommentaren hervor und öffnet sie nach einem Klick im Browser. Standardmäßig verwendet er die Endung .ino für Projektdateien. Beim Speichern eines alten Projektes wird die alte Endung .pde ersetzt. Anders als in der Entwicklerversion geschieht dies jedoch nicht mehr kommentarlos: Der Benutzer erhält einen Hinweis, und das Verhalten ist konfigurierbar. Die untere Statuszeile des Editorfensters zeigt das gewählte Arduino-Modell und den USB-Port.

Auch bei den mitgelieferten Bibliotheken hat sich einiges getan. Die Ethernet-Bibliothek enthält Unterstützung für DHCP und DNS. Neue Wrapper-Klassen für CLient, Server und UDP sollen Ethernet-Modul-unabhängigen Code ermöglichen. Die SD-Bibliothek kann mit mehreren gleichzeitig geöffneten Dateien umgehen. Die Standardklasse Serial arbeitet asynchron. Der Aufruf etwa von Serial.print() befüllt fortan lediglich einen Puffer anstatt die Daten über die Schnittstelle zu schicken, was erheblichen Einfluss auf das Timing hat. Die eigentliche Übertragung erfolgt asynchron per Interrupt. Strings können bequem mit F("Hallo, Welt") ins Flash verlegt werden.

Anpassungen für den kommenden ARM-basierten Arduino Due sind noch nicht enthalten. Das Arduino SDK 1.0 steht als Release "1.0" auf der Arduino-Website sowie im Heise Software-Verzeichnis zum Download bereit. Eine ausführliche Liste der Änderungen liefern die Entwickler in einem Blog-Post. (cr)