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Arduino stellt Verbindung zu Windows 10 her

In San Francisco haben Arduino und Microsoft eine Zusammenarbeit angekündigt: Entwickler können von Windows-10-Geräten aus über Bluetooth einfach auf Arduino-Boards zugreifen.

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Auf der Entwicklerkonferenz Build hat das Team des Open-Hardware-Entwicklungssystems Arduino eine Zusammenarbeit mit Microsoft angekündigt: Geräte, die mit Windows 10 laufen, sollen auf einfache Weise mit Arduino-kompatibler Hardware kommunizieren können. Im Gegensatz zum Raspberry-Pi-Windows "Windows 10 IoT for Small Devices" läuft Microsofts Betriebssystem aber nicht direkt auf Arduinos.

Das Telefon als virtuelle Zusatzplatine: Was das Lumia-Smartphone weiß, kann auch der Arduino nutzen.

(Bild: Arduino LLC)

Mit Windows Virtual Shields for Arduino kann man mit einem Arduino und einem Bluetooth-Modul drahtlos die Sensoren in Lumia-Smartphones auslesen. "Shields" sind im Arduino-Jargon Aufsteckplatinen, die das Mikrocontroller-Board um Sensoren und Anschlüsse erweitern. Der virtuelle Shield macht GPS-Daten, die Internetverbindung, den Touchscreen und Spracherkennungs-Features des Smartphones in Arduino-Anwendungen nutzbar. Am Arduino-Stand auf der Build-Konferenz konnte man als Beispiel eine gerahmte Kinderzeichnung sehen, in der eingebaute Leuchtdioden das Wetter visualisieren.

Aus Windows-10-Apps kann man direkt alle Anschlüsse eines Arduino steuern und auslesen.

(Bild: Arduino LLC)

Mit der Funktion Windows Remote Arduino können Entwickler Arduino-Funktionen direkt aus Universal Windows Apps aufrufen. Auch hier läuft die Kommunikation über Bluetooth, genutzt wird das Firmata-Protokoll, für das es in der Arduino-IDE fertigen Beispiel-Code gibt. Damit soll man auf einfache Weise Windows-10-Anwendungen um Hardware-Aktionen erweitern können – Stichwort Internet der Dinge. (phs)