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Auf der Crowdfunding-Zielgeraden: LiDAR-Modul für 250 US-Dollar

40 Meter Reichweite, 360-Grad-Rundumsicht und leicht genug für die Privatdrohne: Ein kalifornisches Start-up sucht die entscheidenen Unterstützer, um seinen günstigen Laser-Entfernungssensor zu produzieren.

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LiDAR-Sensor Sweeb

Klein, aber mit Überblick: Der LiDAR-Sensor Sweeb im Zentrum eines Hexacopters.

(Bild: Scanse)

Noch vier Tage lang sucht das kalifornische Start-up Scanse nach Unterstützern auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter, um ihren Distanzsensor namens Sweep in Produktion gehen zu lassen. Das könnte knapp werden, denn aktuell fehlen den Gründern noch rund 20.000 US-Dollar bis zu ihrem selbst gesteckten Ziel von 230.000 US-Dollar. [Update, 8.4.2016, 16:30: Mittlerweile hat das Projekt sein Finanzierungsziel erreicht.]

Zweiäugig und mit Radarblick: Sweep

(Bild: Scanse)

Bei Sweep handelt es sich um einen kompakten Laser-Sensor (LiDAR; Light detection and ranging) in zylinderförmigem Gehäuse, der mit bis zu 10 Umdrehungen pro Sekunde rotieren, dabei 500 Samples pro Sekunde verarbeiten und so Objekte in bis zu 40 Metern Entfernung aufspüren soll. So soll er sich etwa im Zentrum von Multicoptern oder an der Front rollender Roboter montiert nützlich machen.

Durch den vergleichbar niedrigen Preis von 250 US-Dollar sehen die Entwickler aber auch Einsatzmöglichkeiten in der Ausbildung, etwa in Lernprojekten Kombination mit Arduino-Mikrocontroller-Boards oder dem Raspberry Pi, oder auch bei interaktiven Kunstinstallationen, wie in ihrem Kickstarter-Video zu sehen ist.

Kickstarter & Co.

Mehr interessante Crowdfunding-Projekte:

So kurz vor Ende einer Crowdfunding-Kampagne sind natürlich alle Spezial-Angebote schon weg. Wer aus Deutschland mitfinanziert, zahlt für einen Sweep-Sensor neben den 250 US-Dollar noch 30 US-Dollar für den Versand und kommt so auf einen Betrag von umgerechnet rund 244 Euro. Allerdings macht das Projekt einen bereits recht ausgereiften Eindruck, denn es gibt schon einige Prototypen-Anwendungsbeispiele und eine eigene Software für die Visualisierung der Messdaten, die unter Windows, Linux und Mac OS X laufen soll. Darüber hinaus stellen die Entwickler Treiber und SDK für ROS, Python, JavaScript sowie C/C++ zur Verfügung. Sie versprechen zudem Beispielprojekte für Plattformen wie Arduino, Raspberry Pi, aber auch den Skript-Webdienst IFTTT (If This Then That).

Das Modul braucht 5 Volt Versorgungsspannung und soll im Betrieb maximal 300 Milliampere ziehen. Der Logik-Pegel für die serielle Kommunikation beträgt 3,3 Volt und ist 5-Volt-tolerant. Der Anschluss erfolgt über USB. Das Sweep-Modul hat einen Durchmesser von 6,5 Zentimetern, ist rund 5 Zentimeter hoch und wiegt 120 Gramm. Im Betrieb soll es kaum hörbar rotieren.

(Quelle: Kickstarter)

(pek)