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Autodesks 3D-Software Meshmixer läuft jetzt auch unter Linux

Autodesks kostenloses 3D-Modellierprogramm Meshmixer macht bizarre Kombinationen von 3D-Objekten zum Kinderspiel und bietet praktische Werkzeuge für den Feinschliff und die 3D-Druckvorbereitung. Version 2.7 läuft erstmals auch unter Linux.

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(Bild: Autodesk)

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Die Entwickler von Autodesks kostenlosem 3D-Modellierprogramm Meshmixer zeigen sich äußerst zurückhaltend. Bei der ersten Linux-Version von Meshmixer überhaupt handle es sich um ein Experiment, betonten sie: "Das Meshmixer-Team benutzt keine Linux-Desktop-Rechner und hat auch keine Erfahrung damit, Linux-Anwendungen zu bauen und zu verteilen." Man habe auch nicht die Mittel, zu garantieren, dass es eine dauerhafte Linux-Unterstützung geben wird, aber man wolle es dennoch probieren. Im eigens eingerichteten Linux-Forum zu Meshmixer sind bisher allerdings noch keine Einträge zu finden.

Die experimentelle Version steht als Debian-Paket für Ubuntu 14.04 für 64-Bit-Systeme zum Download bereit. Die Installation des Pakets über das Software-Center fügt auch die Paketquelle von Meshmixer zu den verwendeten Repositories hinzu, sodass Updates in Zukunft bequem über den Paketmanager bezogen werden können.

Direkt aus Meshmixer 2.8 heraus bedient man sich bei den freigegebenen 3D-Modellen aus Autodesks 123D-Online-Galerie.

Ein erstes Update ist bereits zu erwarten, da die Windows- und Mac-Version von Meshmixer seit Ende Januar bereits in Version 2.8 vorliegt. Wesentliche Neuerung dabei: Direkt aus der 3D-Software heraus kann man nun auf die online gespeicherten 3D-Modelle zugreifen, die in der Datenbank von Autodesks 123D-Plattform enthalten sind. Damit rückt Meshmixer näher an dessen andere Anwendungen wie den Fotogrammetrie-Dienst 123D Catch, das Konstruktionsprogramm 123D Design und die Modellier-App 123D Sculpt heran.

Die Software Meshmixer gibt es seit mindestens 2011, war aber seinerzeit nur mit viel Hingabe und Frustrationstoleranz zu benutzen. Mit Version 2 wurde 2013 die Bedienoberfläche komplett und nutzerfreundlich umgestaltet. Seitdem ordnet Autodesk die Anwendung dem 123D-Angebot zu, das neben den von der Firma selbst entwickelten Werkzeugen auch einige übernommene Angebote versammelt wie den Online-Schaltungsplaner Circuits.io (jetzt 123D Circuits) und den 3D-Konstruktions-Webdienst Tinkercad. Dass Meshmixer in diesem Reigen noch nicht ganz angekommen ist, zeigt sich zum einen am unveränderten Namen der Software. Zum anderen gibt es nach wie vor zwei Webseiten zur Anwendung: Die aktuelle Version bekommt man sowohl bei meshmixer.com wie auch über 123Dapp; Details zu Neuheiten liefert regelmäßig das Blog auf der letztgenannten Seite. (Peter König) / (pek)