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Bastelboards und steckbare 7-Segment-Anzeigen – Crowdfunding-Projekte für Maker

Für Kurzentschlossene gibt es derzeit einiges an Bastelhardware, von winzigen FPGA-Boards über steckbare 7-Segmentanzeigen bis zum IoT-Board von Onion.

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Onion Omega 2 Pro: ein weißer Einplatinenrechner.

(Bild: Crowdsupply)

Jetzt aber schnell: Einige Kampagnen laufen nicht mehr allzu lang. Dafür hat Onion sein IoT-Board Onion Omega 2 Pro aufgebessert, 7-Segment-Anzeigen können so einfach wie LED-Streifen programmiert werden und Fans winziger Hardware werden beim Fomu fündig.

Den Bastelrechner Onion Omega 2 gibt es jetzt in der Pro-Version mit 8 GB Speicherplatz und 512 MB RAM. Außerdem funktioniert der Omega 2 Pro als Einplatinenrechner Out-of-the-box, statt wie bisher eine Kombination aus Basismodul und speziellem Dock zu erfordern. Die Expansionboards können aber genutzt werden. Geblieben sind der 580-MHz-MIPS-Prozessor und das 2,4-GHz-Wifi. Die Linux-Distribution OpenWrt ist vorinstalliert und auch die grafische Oberfläche OnionOS soll gleich genutzt werden können.

Wer einen Rechner vorbestellen möchte, sollte sich beeilen. Die Kampagne auf Crowdsupply endet bereits in zwei Tagen. Mit über 30.000 US-Dollar hat sie das angestrebte Finanzierungsziel allerdings um das Dreifache übertroffen. Ein einzelner Pro kostet rund 48 Euro (inkl. Versand), während es für 79 Euro noch zwei Expansionboards dazu gibt. Die Auslieferung soll ab Ende Januar erfolgen.

Einzeln angesteuerte 7-Segment-Anzeigen, so einfach nutzbar wie LED-Streifen – Bastler Sean Hodgins hat kleine Platinen entworfen, mit denen die Anzeigen sogar steckbar werden. Dank WS2811-Chips können die Ziffern über die Neopixel-Bibliothek von Adafruit und die Arduino-Programmierumgebung angesprochen werden. Um den Gebrauch des Open-Source-Projekts noch einfacher zu machen, ist Hodgins auf der Suche nach Unterstützung für die Programmierung einer eigenen Library.

Statt auf einer Crowdfunding-Plattform hat er die Kampagne über seinen eigenen Shop gestartet. Die angepeilte Vorbestellung von 1000 Ziffern ist erreicht und läuft noch weitere drei Tage. Die Ziffern sind in den Farben rot, gelb, grün und blau erhältlich und kosten ab 11,50 Euro (inkl. Versand). Ab Anfang März sollen sie ausgeliefert werden.

(Bild: Kickstarter)

Auch der Extrem-Crowdfunder Patrick Thomas Mitchell hat ein neues Projekt auf Kickstarter. Sein E-Z COMMS Shield für den Mikrocontroller Arduino kombiniert das Sound-Modul Little Buddy Talker mit einem LC-Display. Für Mitchell ist es bereits die 30. Kampagne. Mit dem Shield wird der gleichzeitige Einsatz von Sprachausgabe und Display-Anzeigen in Arduino-Projekten einfacher. Eine unbestückte Platine gibt es für rund 5 Euro, während ein Bastelkit mit 21 Euro (inkl. Versand) und eine bestücktes und getestetes Shield mit 35 Euro zu Buche schlagen. Bis zum 9. Februar läuft die Finanzierungskampagne noch. Da sie bereits deutlich übererfüllt ist, sollen die ersten Shields bereits ausgeliefert werden.

(Bild: Crowdsupply)

Crowdfunding-erfahren ist ebenfalls das Open-Hardware-Studio Sutajio Kosagi. Nach dem Erfolg des ARM-Boards in USB-Größe, dem Tomu, kommt nun der Fomu. Im gleichen winzigen Formfaktor soll das Board den Einstieg in die FPGA-Programmierung erleichtern. Mit vier Buttons und einer RGB-LED sind die Interaktionsmöglichkeiten zwar begrenzt, dafür verfügt der Fomu neben dem IC40UP5K Chip über 128 kB RAM und 2 MB Flashspeicher. Das Board kann außerdem in Python programmiert werden und bringt die RISC-V-Architektur mit.

Einzelne Fomus können ab rund 39 Euro (inkl. Versand) vorbestellt werden und werden bei größeren Bestellungen günstiger. Die Crowdsupply-Kampagne läuft noch vier Tage und ist bereits über 220% erfüllt. Das angepeilte Finanzierungsziel waren 10.000 US-Dollar.

Im Gegensatz zu anderen Crowdfunding-Plattformen gibt es bei Crowdsupply die finanzierten Projekte auch nach dem Ende einer Kampagne zu kaufen. So sind dort etwa der UART-Adapter μArt, das Batteriemodul LiFePO4wered/Pi+ und das Video-Development-Board NeTV2 erhältlich, die wir in vorigen Ausgaben des Crowdfunding-Überblicks für Maker vorgestellt hatten. (hch)