Menü
Make

Beambox: Dieser Lasercutter "befreit den inneren Künstler"

Ihren ersten 3D-Drucker finanzierten Flux 2014 über ein millionenschweres Crowdfunding. Mit dem Lasercutter Beambox will die Firma nun an ihren Erfolg anknüpfen, fällt aber vor allem mit ihrem skurrilen Werbevideo auf.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 40 Beiträge
Beambox: ein kompakter schwarzer Lasercutter

(Bild: Flux)

Lasercutter für Jedermann, mit denen der innere Künstler endlich befreit wird – diese Werbebotschaft unterstreicht die taiwanische Firma Flux mit einem Video voller Mensch-Maschinen, die der Lasercutter aus ihrem Alltag "befreit". Ganz so revolutionär sind die beiden Beambox-Geräte allerdings nicht.

(Quelle: FLUX Inc.)

Die Arbeitsfläche der kleinen Variante Beambox Compact beträgt 40 × 37,5 cm, im Beambox Pro stehen 60 × 37,5 cm zur Verfügung. Der Compact schneidet mit seinen 40 Watt Holz, Acryl oder Gummi bis 5 mm Stärke, während der Pro (50 Watt) sogar 8 mm schafft. Filz und Pappe dürfen noch dicker sein, während Glas, Aluminium und Stahl nur graviert werden können. Eine eingebaute HD-Kamera hilft jeweils bei der Überwachung des Innenraums. Wird die Abdeckung geöffnet, pausiere das Gerät, ebenso wenn die Wasserkühlung zu warm werde, verspricht Flux. Für mehr Sicherheit sind die Beamboxen ferner mit einem Notfallschalter und einer integrierten Absaugung ausgestattet.

Später soll es noch eine Rotationserweiterung geben, mit der Flaschen, Becher und andere zylindrische Objekte graviert werden können. Die Lasercutter könnten über WLAN und Ethernet angesprochen werden und sollen mit Windows, Mac OS und Linux-Rechnern funktionieren. Als Vorlagen können sowohl Bilder als auch Vektorgrafiken dienen. Schließlich gibt es auf dem Gerät noch ein Touch-Display. Der Auslieferungstermin wird mit Oktober 2018 angegeben.

Neben dem Video setzt Flux vor allem auf den Preis und lockt mit einem Crowdfunding-Preis von 1599 US-Dollar, also rund 1350 Euro, für die Beambox Compact. Allerdings ist diese Ultra-Early-Edition bereits vergriffen. Von der Super-Early-Edition gibt es noch ein paar Geräte zum Vorzugspreis von 1799 Dollar. Dazu kommen für Unterstützer aus Europa noch Versand und Zoll, sodass der endgültige Preis bei 2300 Euro liegen dürfte. Außerdem gibt es keine Angaben zum CE-Zeichen, an dessen Fehlen die Einfuhr beim Zoll manchmal scheitert. Der endgültige Preis der Beambox Compact wird bei 2799 Dollar liegen, also 2370 Euro vor Versand und Zoll.

Ihr Finanzierungsziel von rund 25.000 Euro hat die Firma auf jeden Fall innerhalb von 30 Minuten erreicht. 2014 hatte Flux bereits ihr erstes Produkt, den 3D-Drucker, Scanner und Lasergravierer Flux über ein Crowdfunding finanziert. Damals kamen insgesamt über 1,6 Millionen US-Dollar zusammen. Die aktuelle Kampagne läuft noch bis zum 14. Juni 2018. (hch)