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Brixo: Stromkreise für Lego-Welten

Lego-Projekte mit Strom versorgen, ganz ohne Kabel – das verspricht ein neues Kickstarterprojekt. Die Brixo-Steine selbst sind die Sensoren, Motoren und Stromleitungen.

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Brixo: Stromkreise für Lego-Welten

(Bild: Brixo)

Boaz Almog (rechts) mit seinem Brixo-Mitgründer Amir Saraf

Weil sein Sohn den Stromkreis vor lauter Jumperkabeln nicht mehr sehen konnte, entwickelte der Quantenpyhsiker Boaz Almog die Brixo-Steine. Lego-kompatibel lassen sich damit Elektronikprojekte zusammenstecken. Alle benötigten Komponenten liegen als Steine vor, vom Sensor bis zur Batterie. Innerhalb eines Tages erreichte die Crowdfunding-Kampagne die gewünschten 50.000 US-Dollar. Inzwischen ist schon fast das Fünffache zusammen gekommen.

Jedes Brixo-Element ist als Stein konzipiert.

(Bild: Brixo)

Das Projekt umfasst drei Kategorien an Steinen: Trigger, Konnektoren und Aktoren. Die Triggersteine reagieren auf Geräusche, Licht und Annäherung oder werden über Bluetooth aktiviert. An den Seiten sind sie, wie die Konnektoren, mit Chrom beschichtet. Flexible Ärmchen sollen sicherstellen, dass die Steine einander berühren und Strom leiten. Die Aktoren enthalten entweder LEDs oder Motoren. Außerdem gibt es ein großes Modul für die Stromversorgung mit einem 9-Volt-Block.

Kickstarter & Co.

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Die Kickstarter-Kampagne läuft noch bis zum 11. Mai 2016. Die verfügbaren Belohnungen reichen vom Starter Kit mit 36 Steinen für umgerechnet 31 Euro bis zum Klassensatz. Damit gibt es 40 Kits etwas günstiger für rund 1130 Euro. Das Lieferziel gibt Brixo mit Oktober 2016 an. Gleichzeitig warnt die Firma, dass der Übergang vom Prototypen zur Massenherstellung besonders bei den Trigger-Steinen schwierig werden könnte.

Ein ähnliches Crowdfunding-Projekt hat vor rund einem Jahr Alicia Gibb gestartet, die Gründerin und Geschäftsführerin der Open Hardware Foundation. Die Build Upons-Steine können allerdings nur leuchten und brauchen eine externe Batterieversorgung mit Kabeln. Ihre Auslieferung wurde nach Produktionsproblemen um ein halbes Jahr verschoben. (Helga Hansen) / (hch)