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CNC-Fräsen-3D-Druck-Kombi aus dem Bausatz: Stepcraft-2/420

An Modellbauer und andere Feinmechaniker unter den ambitionierten Bastlern richtet sich die Firma Stepcraft mit ihren universell bestückbaren 3D-Maschinen. Passend zur Zielgruppe gibt es die Geräte auch als Bausatz.

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(Bild: Nikolai Reichelt / Die Werke)

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Den vielen günstigen 3D-Druckern auf der einen Seite und den einfachen CNC-Fräsen auf der anderen Seite setzt die Iserlohner Firma Stepcraft ihre universellen CNC/3D-Systeme entgegen. Dabei handelt es sich um solide 3D-Positioniereinheiten, die sich je nach Bedarf mit Werkzeugen von der Frässpindel über Plotterstift und Schleppmesser bis hin zum Heißdrahtschneider für Styropor bestücken lassen. Vom Hersteller gibt es sogar einen eigenen kompatiblen 3D-Druckkopf und eine beheizte Bauplattform, sodass sich die Stepcraft-Maschinen nebenbei für die additive Fertigung eignen.

Die Stepcraft-2/420 hat hier eine Frässpindel von Proxxon in der Zange.

(Bild: Stepcraft)

Die fünf Stepcraft-Systeme unterscheiden sich dabei durch die Größe der maximal zu bearbeitenden Grundfläche, die von 21 cm im Quadrat bei der Stepcraft-1/210 – was für Platinen oder andere Kleinteile in der privaten Bastlerwerkstatt ausreichen dürfte – bis zu 60 cm × 84 cm beim Flaggschiff Stepcraft-2/840 reicht. Alle Systeme gibt es wahlweise als fertige Maschinen oder als Bausatz zu kaufen.

Der Hersteller hat uns eine Stepcraft-2/420 für den Eigenbau als Testmaschine überlassen. Beim Hersteller ist sie derzeit für 979 Euro zu bekommen. Montiert wurde der Bausatz durch die und in der Werke, der offenen Werkstatt in Hannover.

Die Bilderstrecke zeigt eine Auswahl der Schritte beim Aufbau und einige neuralgische Punkte; weitere Aspekte und Tipps finden Sie darunter aufgelistet. Die Maschine läuft auch schon – welche Erfahrungen wir damit in der Praxis gemacht haben, lesen Sie in Kürze auf make-magazin.de.

Bausatz-CNC-Fräse Stepcraft-2/420 (23 Bilder)

Aus diesen Einzelteilen wird im Verlauf der kommenden sechseinhalb Stunden eine CNC-Fräse. Erst mal haben wir alles ausgepackt, um einen Überblick zu bekommen.
(Bild: Nikolai Reichelt / Die Werke)
  • Für den Aufbau benötigt man einen 5,5-mm-Maulschlüssel – der liegt dem Bausatz nicht bei und den hat sicherlich nicht jeder direkt zur Hand. Hier wäre eine gängigere Größe wünschenswert.
  • Die Teileliste befindet sich auf den ersten sechs Seiten der Bauanleitung. Dadurch muss man später immer wieder hin- und herblättern. Als separate Blätter oder eigene Broschüre wäre sie praktischer.
  • Zu einigen Schritten führt ein QR-Code zum Video-Support des Herstellers auf YouTube. Anschauen lohnt sich: Hier werden genau diese Schritte gut erklärt und im Video veranschaulicht.
  • Schritt A.1 (Bild 7 der Bilderstrecke): Der orangene Motorhalter ist nicht in der Teileliste für diesen Arbeitsschritt aufgeführt – das ist etwas verwirrend.
  • Schritt 2.1 (Bild 7 der Bilderstrecke): Das Aluprofil der z-Achse muss richtig herum montiert werden – Profil auf der Seite beachten! Wir haben es zuerst falsch herum montiert und mussten es nochmal abbauen.
  • Schritt 5.9 (Bild 13 der Bilderstrecke): Als wir an diesem Schritt angekommen waren und das Portal fertig war, erschienen uns die Kabel des z-Achsen-Motors etwas kurz. Unsere Theorie: der mitgelieferte Motor ist vielleicht für eine kleinere Version des Stepcraft-Systems gedacht gewesen und versehentlich in den Bausatz geraten. Der freundliche und kompetente Stepcraft-Mitarbeiter bestätigt am Telefon die zu kurzen Kabel am Motor, zurückzuführen auf eine frühe Lieferung des Bausatzes, der noch diesen Fehler aufwies. Inzwischen werden die Motoren mit längeren Kabeln eingepackt. Wir verlängerten die Kabel mit Abschnitten von den Leitungen der anderen Motoren – die waren bei unserem Bausatz zu lang. Die Kabellängen für den y-Endschalter und den Not-Aus-Schalter gab die Stückliste mit 120 cm an, sie waren im Bausatz zwar nur rund 55 cm lang, reichten aber trotzdem.

Aus dem Make-Testlabor

Die Make-Redaktion probiert viel mehr aus, als ins alle zwei Monate erscheinende Heft passt. Deshalb veröffentlichen wir auf unserer Webseite in loser Folge weitere Testberichte.

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Wie die Aufmachung der Aufbauanleitung schon vermuten lässt, kann man nur wenig falsch machen – solange man sich genau an die Anleitung hält. Alle Komponenten machen einen hochwertigen und gut verarbeiteten Eindruck. Wenn alles passt, macht der Aufbau richtig Spaß. Auf jeden Fall lohnt es sich aber, vor Beginn einmal die gesamte Bauanleitung zumindest grob durchzugehen, damit man ungefähr weiß, wo man gerade steht. Immer wenn wir verunsichert waren, ob wir etwas gerade richtig machen (zum Beispiel beim Einstellen der Spindelmuttern), lieferte der QR-Code in der Bauanleitung und das dahinterliegende Video genau die richtige Unterstützung. Die fertig montierte Stepcraft-2/420 macht einen sehr soliden Eindruck. Wie sie sich im Einsatz als Fräsmaschine mit der beigelegten Software schlägt, beschreiben wir im zweiten Teil unserer Testberichtserie. (Nikolai Reichelt (Die Werke) / Peter König) / (pek)