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CanSat: Jetzt anmelden zum Satellitenwettbewerb

Der deutsche CanSat-Wettbewerb geht in die vierte Runde. Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren sind eingeladen, ihren eigenen Minisatelliten zu entwickeln, der von einer Rakete in einen Kilometer Höhe abgesetzt wird.

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Eine rot-blau-weiße Satelittenhülle in Form einer Getränkedose und ihr elektronisches Innenleben auf einer Waage

(Bild: DLR (CC BY 3.0 DE))

Seit 2014 bietet der deutsche CanSat-Wettbewerb Jugendlichen die Chance, ein eigenes Raumfahrtprojekt zu entwickeln – von der wissenschaftlichen Idee bis zur Konstruktion und Integration der Bauteile. Jetzt geht die Veranstaltung zum vierten Mal los: Bis zum 3. Februar können sich interessierte Schülerinnen und Schüler mit ihrer Idee auf der CanSat-Website bewerben. Den Höhepunkt des Wettbewerbs stellt der Start der Satelliten auf dem Flugplatz Rotenburg (Wümme) am 27. September 2017 dar. Das Siegerteam darf weiter zur europaweiten Ausscheidung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) fahren.

Während der Flugphase muss der Mini-Satellit neben den technischen Vorgaben zwei wissenschaftliche Missionen erfüllen: In der Primärmission sollen vom CanSat Werte wie Luftdruck, Temperaturveränderung, Fallgeschwindigkeit und Steighöhe ermittelt werden. Die nötige Technik hierfür stellt die Europäische Weltraumorganisation ESA. Die Sekundärmission sowie die technische Umsetzung liegt ganz in der Hand der Jugendlichen und ihrer Kreativität.

Vor dem Raketenstart muss noch einmal Hand angelegt werden.

(Bild: DLR (CC BY 3.0 DE))

In den vergangenen Jahren überzeugten die Gewinner mit unterschiedlichen Ideen: Das Team „spaceclub_berlin“ untersuchte 2014 den Staubgehalt der Luft und holte damit im europäischen Wettbewerb den Vizemeistertitel. Gleiches galt für die „URSinvestigators“, ein Mädchenteam aus Köln, das mit Hilfe ihres Dosensatelliten in verschiedenen Höhen die Luftfeuchtigkeit bestimmte. Auch sie konnten 2015 den europäischen Vizemeistertitel für sich beanspruchen.

Im vergangenen Jahr berichtete das Team InfraSat AEG des Albert-Einstein-Gymnasiums aus Buchholz für Make von Entwicklung und Start ihres Minisatelliten. Den Wettbewerb gewann das Team „Recognize“. Sie entwickelten ein Navigationssystem für Raumsonden, das Aufnahmen einer Infrarotkamera mit Datenbankbildern vergleicht. Ende Juni 2017 tritt dieses Team im europäischen Vergleich an. (Kathrin Grannemann) / (hch)