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Climate Sweater: ein Pullover visualisiert die globale Erwärmung

Datenvisualisierung mal anders: eine Klimaschutzexpertin hat die durchschnittlichen Jahrestemperaturen umgerechnet und daraus einen Pullover gestrickt.

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(Bild: Anja Kollmuss / Thomas Hodel)

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Von Guerilla Knitting im öffentlichen Raum bis zu Pussy Hats als Demokleidung gibt es einige ungewöhnliche Strickprojekte. Mit ihrem Klimwandel-Pullover setzt auch die Klimaschutzberaterin Anja Kollmuss auf die Verbindung von Mathematik und Wolle und visualisiert damit die globale Erwärmung am eigenen Körper.

Grundlage des Pullovers sind die durchschnittlichen globalen Temperaturen seit 1850, die der Klimawissenschaftler Prof. Ed Hawkins grafisch aufbereitet hatte. Das Streifenmuster lässt sich Maschen umrechnen: jede Reihe steht im Pullover nun für ein Jahr. Die Differenz zwischen den Farben beträgt 0,1 Grad Celsius. In blau und grün sind die Temperaturen wiedergegeben, die unter der durchschnittlichen Temperatur der Jahre 1961 und 1990 liegen. Jahre, die wärmer als dieser Durchschnitt waren, sind in den roten Tönen gehalten. Der Unterschied zwischen dem kältesten und wärmsten Jahr beträgt dabei 1,4 Grad Celsius. Ausnahme sind die Arme, die nicht ganz bis zur Gegenwart reichen und dafür unten etwas länger sind.

Der Klimapullover (4 Bilder)

Jede Reihe des Pullovers stellt die durchschnittliche Temperatur eines Jahres da.
(Bild: Antje Kollmuss)

Zum Nachstricken empfiehlt Kollmus die Wolle LangMerino 120 und 3,75-mm-Stricknadeln. Der Rumpf besteht aus 216 Maschen (5 rechts, 3 links) und die Ärmel und der Hals aus 220 (3 links, 2 rechts). Wer dabei noch Hilfe benötigt, kann sich gern an Kollmuss wenden, die den Pullover erstmals auf dem Frühlingsanlass des Wirtschaftsverbands swisscleantech zeigte. (hch)