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DIY-Spielekonsole und Open-Source-DSP – Crowdfunding-Projekte für Maker

Auf Kickstarter finden Maker derzeit programmierbare Roboter und Spielekonsolen, ein Open-Source-DSP mit WLAN und das schwärzeste Schwarz aller Zeiten.

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Spielekonsole Pxya Creoqode neben Bauteilen.

(Bild: Kickstarter)

Die beste Zeit für erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen soll das Frühjahr sein – tatsächlich gibt es aktuell einige Projekte auf Kickstarter, die für Maker interessant sind, von programmierbarem Spielzeug bis zu offener Bastelhardware für Musikfans.

Bausatzbauer Creoqode hat seine arduino-basierte Spielekonsole geschrumpft. Monierten wir vor einiger Zeit noch die Unhandlichkeit der Creoqode 2048, ist der neue Bausatz Pyxa deutlich winziger. Die Minikonsole läuft mit dem ATmega328P und hat ein 18-bit-Farbdisplay mit 128 × 160 Pixeln Auflösung. Der Akku soll für vier Stunden Spielspaß reichen. Zum lötfreien Zusammenbau und der ersten Programmierung sind Tutorials geplant. Vorprogrammierte Beispielgames soll es ebenfalls geben. Ein Kit gibt es für circa 91 Euro (inkl. Versand). Die Kampagne hat bereits das doppelte ihres Finanzierungsziels von rund 11.500 Euro erreicht und läuft noch bis zum 16. März.

(Bild: Kickstarter)

Mit dem Start der neuen Star-Wars-Trilogie rollte der kugelrunde BB8 erst in Fanherzen und als Miniaturausgabe von Sphero auch bald durch zahlreiche Wohnungen. Nun hat der Spielzeughersteller mit dem Sphero RVR einen programmierbaren Roboter im Programm. Das Grundgerüst aus Motoren und Rädern soll als Plattform für verschiedene eigene Ideen vom Mars-Rover bis zur mobilen Seifenblasenmaschine dienen – es ist allerdings kein Bastelkit, sondern kommt vormontiert.

Die Programmierung soll über die Sphero Edu App erfolgen, die sowohl einen grafischen, wie auch einen textbasierten JavaScript-Editor mitbringt. Später sollen Tutorials und Programmierschnittstellen folgen, um den RVR mit Plattformen wie dem Raspberry Pi oder Arduino zu nutzen. Zum Kickstarter-Spezialpreis von rund 222 Euro (inkl. Versand) sind nur noch wenige Roboter erhältlich, danach sind nur noch teurere Pakete zu haben. Dabei ist die Kampagne bereits deutlich überfinanziert und läuft noch bis zum 22. März.

(Bild: Kickstarter)

Für eigene Hifi-Projekte gibt es mit dem Board Aurora einen digitalen Signalprozessor, der auch offene Software und den WLAN-Mikrocontroller ESP32 mitbringt. Das Modul unterstützt bi-direktionales Streaming mit 8 Ein- und 8 Ausgangskanälen und USB-Audio Klasse 2. Von Haus aus kommt Aurora mit einer Firmware, die als Lautsprecher-Manager, als mehrkanaliger Equalizer im Heimkino oder als Frequenzweiche genutzt werden kann. Da das komplette Projekt unter Open-Source-Lizenz steht, können Hard- und Software an eigene Wünsche angepasst werden.

Die nackte Platine für eigene Projekte gibt es für 15 Euro (inkl. Versand), während das fertige Modul rund 200 Euro kostet. Für 25 Euro gibt es auch die Möglichkeit, an einem Workshop in deutscher oder englischer Sprache teilzunehmen und das Modul in einen eigenen Lautsprecher einzubauen. Die Kickstarter-Kampagne läuft noch bis zum 22. März. Das Finanzierungsziel von 21.000 Euro ist bisher knapp zur Hälfte erreicht.

(Bild: Kickstarter)

Um das fast perfekte Schwarz gibt es seit einigen Jahren Streit. Mit dem Black 3.0 soll es die Spezialfarbe jedoch zu kaufen geben, finanziert über Kickstarter. Ein Fläschchen matt-schwarzes Acryl mit 150 Millilitern schlägt bereits mit rund 47 Euro (inkl. Versand) zu Buche. Die Kampagne läuft noch bis zum 22. März und ist bereits vielfach überfinanziert. (hch)