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Dämonisches Sofa-Spiel erfordert vollen Körpereinsatz

Die Hellcouch ist besessen: um Dämonen auszutreiben gilt es, den Popo gezielt einzusetzen. Möglich macht den ungewöhnlichen Ansatz der Mikrocontroller Arduino.

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Hellcouch: Dämonisches Sofa-Spiel erfordert vollen Körpereinsatz

Carol Mertz, Francesca Carletto-Leon

Wenige Spiele setzen auf Steuerung mit dem eigenen Hintern statt den Händen. Eines konnten die Besucherinnen und Besucher der Game Developers Conference in San Francisco in der letzten Woche ausprobieren: Die "Hellcouch" ist von einem Dämonen besessen, der nur durch aktives Hüpfen auf das Sofa ausgetrieben werden kann. Die beiden Spieleentwicklerinnen nutzen dafür einen Arduino und Drucksensoren.

Statt wie sonst nebeneinander auf dem Sofa zu sitzen und Computerspiele zu zocken, gilt es bei Hellcouch, dem ersten Couch-Co-op-Multiplayer, gemeinsam das "heilige Hinternritual" auszuführen. Pro Match haben sie 90 Sekunden Zeit, um den Dämonen loszuwerden. Die Idee kam den Erbauerinnen Carol Mertz und Francesca Carletto-Leon während eines Kurses zu Game-Design mit dem Mikrocontroller Arduino, der für solch interaktiven und künstlerischen Projekte entwickelt wurde.

Ein Arduino steuert nun Drucksensoren, die im Sofa messen, wenn sich jemand hinsetzt. Möglich wäre es auch die Beschleunigung der spielenden Hintern zu messen. Die weiteren Spielelemente sind eine Audio-Einstimmung zu Start der Partien und ein LED-Streifen, der anzeigt, wo der Dämon sich gerade befindet und ob er getroffen wurden. Als Spezialeffekt für das richtige Höllenfeeling ist schließlich eine Nebelmaschine angeschlossen. Hinter dem Arduino steckt noch ein Laptop mit der Game-Engine Unity, über die das Spiel programmiert wurde. Ein erster Prototyp brach während der Entwicklung übrigens auseinander. Die auf der GDC gezeigte Hellcouch musste daher mit extra Beinen und besserer Füllung verstärkt werden. (hch)