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Das neue "Made in America": Maker Faire im Weißen Haus

Am 18. Juni fand die erste Maker Faire im US-amerikanischen Regierungssitz statt. Präsident Barack Obama fördert die Maker-Bewegung gezielt - er erhofft sich von ihr neuen Antrieb für die Wirtschaft.

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In seiner Eröffnungsrede für die erste Maker Faire im Weißen Haus sprach Barack Obama von einer Revolution. Er meinte damit die so genannte Maker-Bewegung und ihre neuen Werkzeuge und Strukturen. Die Revolution, die sie ausgelöst habe, betreffe die US-amerikanische Industrie. Sie könne helfen neue Arbeitsplätze und Industriezweige für die kommenden Jahrzehnte zu schaffen. "Today's DIY", so der Präsident, "is tomorrow's Made in America."

Das Aufzählen der verschiedenen Projekte und Erfindungen machte Barack Obama in seiner Eröffnungsrede sichtlich Spaß.

Über einhundert Aussteller stellten ihre Projekte auf der Veranstaltung vor. Besonders in den Vordergrund gestellt wurden solche, die zeigten, das Making zum wirtschaftlichen Erfolg führen kann. So war zum Beispiel Marc Roth dabei, ein ehemaliger Obdachloser, der sich dank der Teilnahme an Kursen in einem Maker Space mit einen Lasercutter-Shop selbstständig gemacht hat. Oder auch die Teilnehmer an einem Schülerprojekt in einer strukturschwachen Region, die ein mit Biodiesel betriebenes Autos entwickelt haben.

Barack Obama durfte das Auto der Schüler aus West-Philadephia nicht fahren, weil es zu stark beschleunigt.

(Bild: White House)

Die US-Regierung ergreift eine Reihe ganz konkreter Maßnahmen, um die unter den Makern entstandenen Strukturen zu fördern und zu nutzen. So sollen die High Schools umstrukturiert werden, so dass dort mehr an konkreten Projekten gelernt wird und weniger durch Frontalunterricht. Außerdem sollen Start-Ups gezielter unterstützt werden. Mit bestehenden Firmen wie Indiegogo und Etsy sollen Strukturen erarbeitet werden, die den neuen Wirtschaftszweig weiter fördern.

Die charmanten Macher von Russel, der elektronische Giraffe, stellen ihren Beitrag zur Maker Faire vor.

Trotz aller Ernsthaftigkeit und wirtschaftlichen Absichten: Reine Bastelprojekte wie die elektronische Giraffe Russel und Klassiker wie das Rennen der Cupcake-Fahrräder durften auch auf dieser Maker Faire nicht fehlen. Der Erfinder der Maker Faires und Geschäftsführer der Make Media, Inc., Dale Dougherty, wird auch auf der kommenden Maker Faire in Hannover eine Rede halten. (esk)