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Datenübertragung per WLAN ohne Strom

Datenübertragung per WiFi ohne Strom

3D-gedruckte Sensoren übermitteln Daten im WLAN, ohne eine Stromversorgung oder Elektronik mitzubringen.

Studenten der Universität Washington haben gezeigt, wie Objekte ohne Elektronik oder Batterien Daten per WLAN übertragen können. Dazu haben sie 3D-Modelle entwickelt und mit einem herkömmlichen 3D-Drucker ausgedruckt, die durch Bewegung die Reflexionen einer passiven eingebauten WLAN-Antenne dämpfen. Zur Dämpfung nutzten sie ein metallisches Element, das etwa an einer Spiralfeder, einem Zahnrad oder einer Welle befestigt war und sich der Antennen näherte und wieder davon entfernte. Als Antrieb diente unter anderem ein Anemometer (auch bekannt als Windmesser) oder ein Wasserrad.

Die Dämpfung der Antennen-Reflexion führt zu einer Amplitudenmodulation.
Die Dämpfung der Antennen-Reflexion führt zu einer Amplitudenmodulation.

Durch die mehr oder minder periodische Dämpfung ergibt sich eine Amplitudenmodulation eines im Raum abgestrahlten WLAN-Signals. Mit einem WLAN-Empfänger war es den Forschern möglich, das gewünschte Signal herauszufiltern und weiterzuverarbeiten. Konkret nutzten sie einen Transceiver-IC vom Typ MAX2829, um auf das Base-Band-Signal zuzugreifen.

Datenübertragung per Wi-Fi ohne Stromversorgung.

Damit ließen sich ohne Energieversorgung Informationen übertragen, etwa die Windgeschwindigkeit eines Sensors oder die Durchflussgeschwindigkeit. Einen manuellen Steller nutzten sie zum Einstellen der Lautstärke an einer Anlage. Die (Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit [1]) haben sie kürzlich bereits auf der SIGGRAPH vorgestellt, die 3D-Objekt stehen zum Download [2] zur Verfügung. (dab [3])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-3916168

Links in diesem Artikel:
[1] http://printedwifi.cs.washington.edu/printedwifi.pdf
[2] http://printedwifi.cs.washington.edu/models.html
[3] mailto:dab@ct.de