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Deutsche Maker buchen Flug zum Mond

Die PTScientists, seit 2007 Teilnehmer beim Google Lunar XPrize, haben ihren Raketenstart für 2017 gebucht, um ihren Rover auf dem Mond zu landen. Neu an Bord ist ein Experiment zum Lasersintern von Mondregolith.

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Maker buchen Flug zum Mond

(Bild: Audi AG)

Erst mit vertraglicher Buchung eines Raketenslots wird einem geglaubt, dass eine Mission tatsächlich stattfinden wird, so Karsten Becker. Er ist Technikchef der PTScientists, dem letzten deutschen Team im Rennen um den Google Lunar XPrize. Mehrere zehn Millionen Dollar kostet der Start Ende 2017, bei dem insgesamt 100 Kilogramm Nutzlast transportiert werden können, wovon knapp 70 für das Landemodul und den Rover aus dem ambitionierten Projekt anfänglicher Freizeit-Weltraumforscher veranschlagt sind.

Landemodul "Alina" (Autonomous Landing and Navigation Module) und Rover "Audi Lunar Quattro" nach aktuellem Stand.

(Bild: PTScientists)

Flug zum Mond

2009 kündigten die Part Time Scientists ihre Teilnahme am Google Lunar XPrize an. Dabei wollen sie ein unbemanntes Fahrzeug auf den Mond schicken, dort 500 Meter fahren lassen und Bilder zur Erde schicken. Inzwischen wollen sie es ohne Google schaffen und weil aus der Teilzeitbeschäftigung ein Vollzeit-Job geworden ist heißen sie nun PTScientists.

Gefunden hat sich die Gruppe, die sich früher "Part Time Scientists" nannte und über die Make bereits berichtete, für die Teilnahme an einem Wettbewerb zur Förderung der privaten Raumfahrt, dem Google Lunar XPrize. Nach dem sie 2015 bereits einen Zwischenpreis gewannen, konnten sie inzwischen mit dem Automobilhersteller Audi einen finanzstarken Partner gewinnen, der zudem Knowhow auf dem Gebiet von Antriebstechniken und dem 3D-Drucken von Aluminium beisteuert.

In einem ausführlichen Hintergrundartikel berichtet Make von den Fortschritten bei PTScientists, etwa über den Hintergrund der Entscheidung, den Mondstaub lieber mit Laserstrahlen zu sintern als mit Mikrowellen zu traktieren. Außerdem: Wie man als Maker einen Raumflug einfach online bucht, wie Audi und Frank Schätzing an Bord kamen und warum die ehemaligen Freizeitforscher aus Deutschland inzwischen den Raumfahrt-Promistatus erreicht haben.

Audi lunar quattro

(Bild: Audi AG)

(fls)