Die Hose als Instrument: DrumPants

Ein Schlagzeug to go bitte: Das vermutlich tragbarste E-Drumset heißt DrumPants und wird einfach unter der eigenen Kleidung getragen. Eine Steuerbox macht aus jedem Schenkelklopfer einen Hit.

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Von
  • Philip Steffan

Die Steuerbox kann Signale von maximal zwölf Drum-Sensoren empfangen

(Bild: DrumPants)

Wer am liebsten auf den eigenen Oberschenkeln trommelt, kann mit dem tragbaren E-Drum-System namens DrumPants schon fast bei einer Band einsteigen: Das Set besteht aus sechs Sensoren, die man unter der Kleidung trägt und einer Steuerbox, die das Getrommel in hörbare Sounds umsetzt. Über USB oder Bluetooth kann man auch Software auf Computern und Mobilgeräten ansteuern.

DrumPants, derzeit auf Kickstarter für kommenden Mai vorbestellbar, gibt es in zwei Varianten: Für rund 90 Euro gibt es die Basisvariante mit USB-Anschluss, für 120 Euro zusätzlich Bluetooth 4.0. Beiden Sets liegen zwei Gurte mit je zwei Drum-Sensoren bei, die man dank Klettverschluss um die Oberschenkel schnallen kann, sowie zwei Fußsensoren, die beim "Tappen" mit dem Schuh auslösen.

In der Steuerbox steckt eine Cortex-M3-CPU von Atmel, im Wesentlichen ein angepasster Arduino Due. Insgesamt kann man zwölf Sensoren anschließen. Über einen Drehregler und ein Siebensegment-Display wechselt man zwischen verschiedenen Soundsets. Eine Klinkenbuchse liefert den Sound an Kopfhörer oder einen Verstärker.

Die zugehörige Software soll für Windows 7, OS X 10.7, Android 4.3 und iOS 7 (und neuere Versionen) erscheinen. Außer für musikalische Zwecke (über MIDI und OSC) sollen die Drum-Sensordaten auch andere Aktionen auslösen können, also Tastatur- und Mauseingaben emulieren um beispielsweise eine Präsentation zu steuern. Unter Android ist eine Anbindung an die Automations-App Tasker geplant. Die DrumPants-Software versteht sich nicht nur mit der angebotenen Hardware, sondern ist auch mit Eigenbauten auf Arduino-Basis kompatibel.

(phs)