Dremel präsentiert eigenen 3D-Drucker

Der Multitool-Hersteller steigt in das Geschäft der günstigen Heim-Fabrikatoren ein. Für 1000 US-Dollar soll das Modell "Idea Builder" demnächst in nordamerikanischen Baumärkte stehen.

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Von
  • Philip Steffan

Der amerikanische Werkzeughersteller Dremel hat in New York einen eigenen 3D-Drucker angekündigt. Das Modell Idea Builder soll 1000 US-Dollar kosten und bereits ab dem heutigen Donnerstag online bei Amazon und der US-Baumarktkette Home Depot bestellbar sein. Der Idea Builder druckt wie die meisten 3D-Drucker für Endanwender im FDM- bzw. FFF-Verfahren, verflüssigt also Kunststoff (hier: PLA) und baut daraus schichtweise das gewünschte Objekt auf. Das Gerät hat eine Auflösung von 0,1 Millimetern.

Vom Dreamer zum Idea Builder: Dremel zielt mit seinem Einsteiger-3D-Drucker auf Baumarktkunden.

(Bild: Dremel)

Der 3D-Drucker ist keine Eigenentwicklung, sondern eine angepasste Variante des chinesischen Modells Flashforge Dreamer. Die älteren Flashforge-Modellen Creator und Creator X waren Klone von MakerBots Replicator-Druckern. Im Gegensatz zum 300 US-Dollar teureren Dreamer verfügt Dremels Gerät über keinen Dual-Extruder, kann also immer nur ein Material oder eine Kunststofffarbe verarbeiten. Die maximale Druckgröße beträgt 23 cm × 15 cm × 14 cm.

Einen Unterschied zu beliebigen Druckern aus dem Internet will Dremel mit seinem Service- und Supportnetzwerk machen und bietet Käufern Video-Tutorials und Soforthilfe per Chat und Skype-Videotelefonie. Eine eigene Website zum Drucker soll Anlaufstelle für das "Idea-Builder-Ökosystem" werden. Dremel hat auch eine strategische Partnerschaft mit Autodesk vereinbart. Die Firma bietet unter dem Namen 123D verschiedene 3D-Design-Anwendungen an.

Dremel will seinen Drucker in Amerika und Kanada ab November auch über Baumärkte vertreiben. Ob und wann das Gerät auch in Europa auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. (phs)