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Eine Radtour durch Europa, ein Film über Maker

3000 Kilometer, sechs Länder, zwei Frauen auf Fahrrädern und ein knallgelbes Case voll mit Kameraausrüstung: Wir fahren mit dem Rad von Kopenhagen nach Barcelona, um einen Dokumentarfilm über die europäische Maker-Bewegung zu drehen.

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Miriam Engle und Madison Worthy in Kopenhagen mit ihren generalüberholten Fahrrädern.

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Wir sind Madison Worthy und Miriam Engle und unser Film heißt Self-Made. Er erzählt die Geschichte von kreativen Gesellschaften. Madisons Hintergrund ist das Filmemachen. Nachdem sie sich in die Radsport- und Technik-Szenen von Boulder, Colorado integriert hatte, kontaktierte sie Miriam, die nomadische Schreiberin. Die Idee wurde zu dem Projekt, das uns inspirieren würde, unsere Jobs zu kündigen und diese professionelle und persönliche Reise zu unternehmen: In den nächsten drei Monaten werden wir durch Europa radeln und unter anderem in Hamburg, Bremen, Amsterdam, Brüssel und Paris Halt machen.

Wir haben mit diesem Projekt im Herbst angefangen und haben uns erfreulicherweise in unsere lokale Maker-Kultur in Colorado vertieft. In Januar sind wir nach Europa umgesiedelt. Madison blieb in Skandinavien und nahm am World Arduino Day in Malmö teil. Miriam erforschte die erfolgreiche italienische Bewegung und besuchte zwölf Fab Labs in einem Monat. Sie reiste nach Norden durch Österreich und Deutschland bis sie Madison vor drei Wochen in Berlin traf.

Die Lernkurve ist steil für uns beide, so berauschend wie eine Achterbahn. Vor einem Jahr hatten wir noch gar nichts von der Maker-Bewegung gehört und wussten nichts von dieser internationalen Gemeinschaft, die ganz intelligent auf unsere Zukunft wirkt. Jetzt sind wir täglich erstaunt.

World Arduino Day 2015 in Malmö: Ein Arduino-angetriebener Handschuh kontrolliert den Crazyflie-Quadcopter.

Wir haben schon viele Aufenthalte bei FabLabs auf unserer Route organisiert, aber unsere Tour ist noch nicht fest. Viel hängt auch von lokalem Interesse ab. Arbeitest oder spielst du in einem Maker- oder Hackerspace auf unserer Route durch Dänemark, Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich oder Spanien? Hast du ein Open-Source-Projekt, das unser tägliches Leben stark verändern könnte? Dann möchten wir mit dir zusammenarbeiten!

Diese Bewegung besteht aus Künstlern, Ingenieurinnen, Designern, Bastlerinnen und Erfindern, und verändert unser Verhältnis zu den Objekten und dem Raum, in dem wir leben, total. In der Maker-Bewegung gibt es grenzenlose Kreativität. Ganz normale Menschen experimentieren mit außerordentlichen Projekten. Es ist aufregend, radikal und positiv.

Unser Dokumentarfilm Self-Made wird sich um vier wichtige Themen drehen: Nachhaltigkeit, Technologie, Ausbildung und Frauen. Wir möchten herausfinden, wie die Maker-Bewegung mehr urbane und industrielle Nachhaltigkeit fördert, was das exponentielle Wachstum der Technologie bedeutet, wie Fab Labs Menschen ermutigen, neue Skills des 21. Jahrhunderts zu lernen und welche Rolle die zunehmende Anzahl von Frauen in stark technischen Bereichen spielen können.

Kinder bauen ihre eigenen Lautsprecher und einsaitige Gitarren in Fab Lab Nordvest in der "Hacker-Schule," einem Wahlkurs für Schueler in Kopenhagen.

Von Kopenhagen nach Barcelona: Self Made

3000 Kilometer, sechs Länder, zwei Frauen auf Fahrrädern und ein knallgelbes Case voll mit Kameraausrüstung: Madison Worthy und Miriam Engle fahren mit dem Rad von Kopenhagen nach Barcelona, um ihren Dokumentarfilm "Self-Made" über die europäische Maker-Bewegung zu drehen. Bei Make beschreiben sie ihre Reise in Wort und Bild. Bisher erschienen:

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Wir leben in einer Zeit, die sich stark verändert, und wir möchten diesen Moment, diesen Sommer 2015, auf Film einfangen. Self-Made klingt irgendwie prophetisch. Wir möchten, dass ihr dabei seid. Teilt eure Geschichte mit uns. Hier ist eine ganz einfache Rechnung von Miriam, dem Wort-Nerd:

Madness + Adulthood = Madulthood.

Das ist ein Begriff, um unsere verrückte Welt zu beschreiben, der lustige Wahnsinn vom Leben im 21. Jahrhundert.

Die Reise von Madison und Miriam lässt sich überall im Netz verfolgen: Twitter, Facebook, Google+, Instagram, Vimeo und YouTube. (Miriam Engle) / (phs)