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Exoskelett: Intel Edison und Spinnenarme für Bewegungsfreiheit

Bloß nicht zu nahe kommen! Ein Exoskelett der Designerin Anouk Wipprecht verteidigt die Privatsphäre selbst im größten Gedränge.

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Die niederländische Künstlerin Anouk Wipprecht zeigt mit ihrem aktuellen Projekt „Spider Dress 2.0“ die Möglichkeiten von Sensorik und Wearables: Ein spinnenartiges Exoskelett vermisst Biosignale, etwa die Atemfrequenz der Trägerin und verteidigt sich bei schneller Annäherung anderer Personen.

Sensor und Spinnenarme sitzen auf der Schulter.


Im Kleid steckt ein Intel Edison, der überwacht, wie schnell sich Personen nähern und die Spinnenarme entsprechend abwehrend oder einladend bewegt. Auf ihm läuft Yocto-Linux, die Programmierung erfolgt mit Python. Zwei Mini-Maestro-Servo-Controller mit je 12-Känalen steuern die Arme über 20 Modellbauservos und Dynamixel-Robotik-Servos

Die Steuerung ist am Rücken angebracht.


Das filigran anmutende Skelett ist auf die Trägerin angepasst. Es wurde zunächst in der Software Magics von Materialise auf sein Machbarkeit überprüft und dann aus Polyamid-12-Pulver durch selektives Lasersintern 3D-gedruckt. Die Konstruktion ist die Weiterentwicklung eines Kleids von 2013, das noch deutlich roher aussah.

Auf der CES in Las Vegas sprach Wipprecht Anfang des Jahres über den Spider Dress 2.0. Die Künstlerin hat bereits einige tragbare Elektronikkreationen entworfen. Bei der Maker Faire Bay Area trat sie im vergangenen Jahr in einem Faradayschen Käfig-Kleid auf und ließ Blitze aus Teslaspulen einschlagen. 2011 entwarf sie ein LED-Kleid für einen Auftritt der Band Black Eyed Peas beim Super Bowl der US-amerikanischen Football League.

(hch)