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FabLab Berlin eröffnet neuen Open Innovation Space

Auf dem Gelände der früheren Bötzow-Brauerei in Berlin-Prenzlauer Berg haben das FabLab Berlin und der Medtech-Konzern Ottobock am Mittwoch ein neues riesiges Innovationslabor eröffnet – da kam sogar der Bürgermeister vorbei.

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FabLab Berlin eröffnet neuen Open Innovation Space

Mensch-Maschine-Kommunikation: Auch mit diesem Roboter konnten die Besucher der Eröffnung interagieren.

Das FabLab Berlin hat nach einem Umzug in neuen Räumlichkeiten wieder aufgemacht: Auf rund 500 Quadratmetern stehen nun Maschinen und Arbeitsplätze im sogenannten "Open Innovation Space" bereit. Dahinter steckt eine Zusammenarbeit mit dem Orthopädietechnik-Konzern Ottobock, dem auch das gesamte Areal der ehemaligen Bötzow-Brauerei an der Prenzlauer Allee gehört und der über 4 Millionen Euro in den Space investiert.

Zu dieser Gelegenheit wurde der Maschinenpark des FabLabs von Kooperationspartnern noch einmal stark aufgestockt: Statt bisher einem Lasercutter gibt es nun drei Geräte, dazu 3D-Drucker von Makerbot und der FabLab-eigenen Firma Laydrop im Dutzend. Jeder Arbeitsbereich, etwa Holzwerkstatt, Metallwerkstatt und Elektronikwerkstatt hat nun einen eigenen Raum mit entsprechender Ausrüstung. Berliner Maker wie die LED-Kleidungs-Forscher von Trafo Pop werden ab sofort hier ihre Workshops durchführen.

FabLab Berlin (17 Bilder)

Viel Platz

Im neuen Open Innovation Space von Ottobock und dem FabLab Berlin sollen Privatpersonen, Firmen, Bildungseinrichtungen und auch der geldgebende Medizintechnikkonzern selbst an neuen Entwicklungen forschen und basteln.

Professor Hans Georg Näder, CEO von Ottobock und Enkel des Firmengründers, hat mit dem Bötzow-Areal Großes vor, das FabLab ist nur einer der künftigen Mieter. In den nächsten Jahren sollen auf dem alten Brauereigelände unter anderem das "FutureLab" des Konzerns, ein Schwimmbad und auch wieder eine Brauerei mit Biergarten entstehen. Dazu werden die alten Backsteingebäude saniert und durch Neubauten ergänzt.

Zur Eröffnung sprach auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD). Er bezeichnete das Areal als "einen der Zukunftsorte Berlins", an dem Wissenschaft und Wirtschaft, kleine und große Unternehmen zusammenarbeiten werden. Sein Besuch dürfte allerdings nicht unbedingt der persönlichen Faszination mit Maker-Themen, sondern eher den über 200 Millionen Euro geschuldet sein, die Ottobock an diesem Ort investieren wird.

Wer sich das neue FabLab Berlin bzw. den Open Innovation Space ansehen will, kann dies auch ohne Mitgliedschaft bis Samstag tun: Die Räume sind in dieser Woche als "Open Lab" kostenlos geöffnet; Donnerstag und Freitag 9 bis 19 Uhr und Samstag 12 bis 18 Uhr. (phs)