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Farmbot treibt die Automatisierung im Gemüsebeet voran

Säen, wässern, jäten – Farmbots machen den Gemüsebau einfacher. Die neuen Express-Modelle kommen künftig vormontiert.

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(Bild: Farmbot)

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Mit Aluminiumprofilen und einem beweglichen Kopf lassen sich nicht nur CNC-Fräsen bauen. Die Open-Hardware-Firma Farmbot baut damit Technik zum automatischen Bewirtschaften kleiner Felder. Bisher musste man die IoT-Kits allerdings komplett selbst zusammenbauen. Die neuen Express-Modelle kommen vormontiert, damit es schneller ans Gärtnern gehen kann.

Schwerpunkt: Smart Garden

Eine Fläche von 1,2 m × 3 m deckt der kleinste Farmbot ab. Er setzt automatisch Saat aus, bewässert die Pflanzen und soll sogar Unkraut jäten. Dafür haben die neuen Modelle einen 3-in-1-Kopf, der von vier Schrittmotoren über das Feld bugsiert wird. Dank einer Kamera bleibt das Beet auch aus der Ferne im Blick und LED-Beleuchtung macht das Gärtnern in der Nacht möglich. Wie zuvor ist die Steuerung über eine App möglich, dafür werkelt jeweils ein Raspberry Pi Zero W im Bot.

Farmbot Express (4 Bilder)

Der neue Farmbot Express ist für Beete mit bis zu 1,2 Meter Weite and 3 Meter Länge gedacht.
(Bild: Farmbot)

Mindestens 30 Stunden dauerte der Zusammenbau eines Farmbots bisher. Jetzt soll es in einer Stunde geschafft sein, denn die Express-Modelle werden zu 95% vormontiert geliefert und arbeiten an manchen Stellen anders als die bisherigen Modelle. Statt auf einem Aluminiumrahmen laufen sie direkt auf Holz – der Bau des Holzrahmens kommt also hinzu. Verwendet wird außerdem der Hardware-Aufbau der etwas älteren Farmbot-Version 1.0.

Mit dem kleinsten Beet lasse sich bei stetiger Anzucht bereits genügend Gemüse für eine Familie mit vier Mitgliedern ziehen, so Farmbot. Der Express XL bietet mit 2,4 m × 6 m gleich deutlich mehr Fläche. In jedem Fall müssen Strom, Wasser und Internet ans Beet angeschlossen werden. Wer es noch komfortabler möchte, kann die Open Hardware auch an eigene Bedürfnisse anpassen und in ein Gewächshaus integrieren oder an eine Solaranlage anschließen.

Aktuell sind der Farmbot Express und der Express XL nur vorzubestellen. Die Lieferung soll dann ab November erfolgen. Im Juli bietet die Firma noch einen Rabatt von 800 US-Dollar auf Vorbestellungen. Der Farmbot Express kostet 1495 US-Dollar (ca. 1325 Euro) und die XL-Variante 1995 US-Dollar (ca. 1768 Euro). Hinzu kommen Versand und Steuern.

Mit den neuen Angeboten will Farmbot Privatpersonen erreichen, die eine bequeme Lösung für den Garten suchen. Bisher habe man schon 1000 Kits in 65 Länder verkauft. Darunter waren vor allem Bildungseinrichtungen, die den Zusammenbau eines Bots als Lernmöglichkeit schätzen. Das Farmbot Genesis-Kit zum Selberbauen ist weiterhin erhältlich.

Schon eine Weile vorbestellbar ist außerdem der Genesis XL der kommenden Hardware-Version (1.5). Das Kit kostet 3995 US-Dollar (3540 Euro, zzgl. Steuern und Versand). Es soll ebenfalls ab November ausgeliefert werden und wird halb zusammengebaut verschickt – circa 20 Stunden Arbeit sollen dann noch nötig sein. Neben einer möglichen Beetfläche von 3 m × 6 m gibt es erstmals einen integrierten Feuchtigskeitssensor. (hch)