Menü

Gemischtes Hack: Hauksbee-Generator, Papier-Mikroskop und Ätzen

Ein Hauksbee-Generator, ein Papierfalt-Mikroskop, Arduino-Shields und Metallätzen mit Haushaltsmitteln sind nur einige unserer Fundstücke zum Start ins Wochenende.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 2 Beiträge
Von

Der sogenannte Hauksbee-Generator macht sich die reibungselektrische Wirkung von Händen auf Glas zunutze. Die durch Reibung erzeugte Spannung ionisiert Gas, welches sich unter Unterdruck befindet. Das sorgt für ein blau leuchtendes Plasma im Inneren eines Laborkolbens aus Borosilikatglas. Der Tüftler Rick Crammond hat einen solchen Hauksbee-Generator gebaut, ein Modelflugzeug-Elektromotor ermöglicht eine Geschwindigkeit von 8000 Umdrehungen pro Minute. Eine Fahrradachse und Skateboard-Kugellager bilden das Grundgerüst für den Aufbau.

Hauksbee-Generator-Experiment

Apropos Borosilikatglas: Mitarbeiter der Uni Stanford unter Professor Manu Prakash stellen eine Anleitung für ein Papier-Mikroskop zum Zusammenfalten vor. Die Anleitung liegt als PDF-Datei auf der Webseite der Cornell University Library. Herzstück ist eine Glaslinse etwa aus Borosilikatglas, welche eine bis zu 2000-fache Vergrößerung erlaubt. Die Wissenschaftler hoffen, dass ihr kostengünstiger Aufbau bei der Bekämpfung von Krankheiten wie etwa Malaria in Entwicklungsländern wertvolle Dienste leistet.

Ein günstiges Mikroskop aus Papier: das Foldscope.

Ein Projekt auf der Crowdfounding-Plattform Indiegogo beschäftigt sich mit dem Betrieb von Arduino-Shields auf dem BeagleBone Black. Die Adapterplatine ShieldI/O nutzt dazu zwei Level-Shifter vom Typ TXB0108 und einen TXS0102 für TWI-/I2C-Anwendungen. Eine Einsatzmöglichkeit für ein solches Sandwich ist etwa das Neopixel-LED-Shield von Adafruit. Die Kosten für die Early-bird-Bestellung liegen inklusive Versand bei 24 Euro, angestrebtes Lieferdatum ist Mai 2014.

Produktvideo des ShieldI/O-Adapters auf Indiegogo.

USB2Go wird dagegen den Crowdfounding-Dienst Kickstarter nutzen. Das Projekt ist ein USB-Entwicklungsboard für Android-Systeme und bislang noch nicht als Kampagne gestartet. Ein ARM Cortex-M3-Prozessor ermöglicht den Zugriff auf PWM (Pulsweitenmodulation), GPIO, Analog-Digital- und Digital-Analog-Wandler, Timer sowie den I2C-, SPI- und UART-Bus. Auch hierfür gibt es ein Arduino-Shield. Zudem wird Android-Entwicklern eine API zur Programmierung angeboten. Das Einstiegs-Set ist für 44 US-Dollar inklusive Versandkosten bestellbar, die Auslieferung soll im Oktober 2014 erfolgen.

USB2Go möchte eine USB-Entwicklungsplattform für Android-Smartphones und Tablets mit komfortabler API bereitstellen.

Die Fablab Allgäu ist noch recht jung und trifft sich regelmäßig mittwochs um 18 Uhr im Kempodium in Kempten, Untere Eicher Straße 3. Aktuell sind auf der Webseite ein Experimentiertisch, ein 3-Achsen-Plotter, Laser-Plotter und ein 3D-Scanner als Projekte gelistet. Zudem lassen sich im Repair Café nicht nur elektronische Patienten, sondern vielerlei andere kaputte Sachen wie Spielzeug, Kleidung und Möbel reparieren.

Der Ätzvorgang kommt mit einfachen Küchenutensilien aus.

Der Hackerspace Braunschweig liefert eine Anleitung zum Metallätzen. Bei der sogenannten Edelstahl-Radierung trägt man mit einem Wattebausch oder Ohrenstäbchen eine gesättigte Lösung aus Säure (Essig) und einem Elektrolyt (Kochsalz) auf. Dann schließt man das zu ätzende Metall an den Pluspol und das Ätzwerkzeug an den negativen Pol einer Gleichstromquelle an. Im Projekt wurde dazu ein alter Kugelschreiber umfunktioniert. Der Rest ist pure Chemie und die Ergebnisse lassen sich auf einem eigenen flickr-Account bewundern. (ogo)