Google-Kalender steuert Heizung

Termingerechte Heizzyklen: Mit einem LAN-fähigen ARM-Prototyping-Board macht sich ein Tüftler Googles Dienste zunutze, um die Temperatur in seinem Haus zu steuern.

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Von
  • Daniel Bachfeld

Im Rahmen eines Brainstorming-Projekts zum Bau eines Eigenheims ist der Tüftler Shack Dweller auf die Idee gekommen, seine elektrische Heizung über den Google-Kalender zu steuern. Termine respektive Ereignisse im Kalender schalten die Heizung mit einer vorgegebenen Temperatur an.

Kern seiner Entwicklung ist das ARM-Prototyping-Board mbed von NXP auf Basis eines ARM-Cortex M3. mbed ist ein SoC-System, das bereits USB, Ethernet, GPIO, ADC, PWM und viele weitere Funktionen mitbringt. Programmiert wird das System über einen Online-Compiler in C/C++. Das fertige Binary lädt man herunter und schiebt es dem Controller via USB in seinen Flash-Speicher.

Mit einem Ethernet-Jack und einem Relais kann mbed den Kalender abfragen und die Heizung schalten.

Für die Abfrage des Google-Kalenders hat Google praktischerweise eine API zur Verfügung gestellt. Dwellers Programm für den mbed fragt den Kalender via Internet nach Ereignissen ab. In der Überschrift des Events ist die gewünschte Temperatur hinterlegt. mbed steuert dann die externe Heizung über ein Relais und schaltet bei erreichter Temperatur ab (gemessen mit einem DS1820). Dweller hat den Sourcecode seines Programms veröffentlicht – und bittet um Nachsicht, da er eigentlich kein C-Programmierer sei. Beruflich programmiere er Datenbanken und IBM-Mainframes. (dab)