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Hochspannung: Iron Man trifft Holz

Hochspannung und nachleuchtendes Harz machen aus einem Holzbrett eine schmucke Wanddeko. Ein YouTuber zeigt, wie es funktioniert.

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Holzbrettchen mit Iron Man, an seiner Hand ist ein Kabel angelegt, von dem aus sich eine Flamme durch das Holz brennt.

(Bild: Michael Huhn)

Einfache Frühstücksbrettchen mit den eigenen Namen stehen wohl in den meisten Haushalten hierzulande. Dabei lassen sich mit Holz und Hitze noch viel ausgefallenere Kunstwerke herstellen. Bastler Michael Huhn hat sich eine Wanddeko mit Iron Man im Einsatz gebrannt und mit nachleuchtendem Harz kombiniert, damit das Bild bei Tag und Nacht alle Blicke auf sich zieht.

Ob Superheld oder ein anderes Motiv – mit einem Brandmalstift oder Lötkolben ist das Ausgangsbild einfach nachzumachen. Gefährlicher wird es beim nächsten Schritt. Für die "Lichtblitze" muss Hochspannung an das Holz angelegt werden. Um den Widerstand des Holzes zu senken, wird es zusätzlich mit Wasser oder Salzwasser bestrichen. Die Spannung kann dann über zwei Nägel angelegt werden. In diesem Fall steckt einer in Iron Mans Hand. Wie bei einem Gewitter bewegen sich die beiden Blitze schließlich aufeinander zu und lassen die sogenannten Lichtenberg-Figuren entstehen.

Damit ist aber nicht getan. Neben dem Brennprozess hat Huhn Epoxidharz und Nachleuchtpigment zusammengerührt. Mit der Paste werden die eingebrannten Vertiefungen aufgefüllt. Nach ihrem Aushärten müssen noch überschüssige Reste entfernt und das Bild einmal abgeschliffen werden. Dann ist die neue Wanddeko fertig, die in der Dunkelheit noch eine Weile nachleuchtet. (hch)