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Insulin Angel: Ein Chip überwacht Insulin-Medikamente

Immer den Insulin-Pen dabei, weil sonst das Handy piept – das verspricht Insulin Angel. Nun ist das Crowdfunding für den Medikamententracker gestartet.

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Klein und handlich - so passt der Tracker in das Insulin-Etui.

(Bild: Insulin Angel)

Ist schon das Vergessen der eigenen Schlüssel nervig, haben es an Diabetes Erkrankte noch schwerer: Benutzen sie einen Insulin-Pen, müssen sie diesen nicht nur transportieren, sondern dabei auch richtig lagern.

Der Insulin Angel zerlegt in seine Einzelteile.

(Bild: Insulin Angel)

Das wollen Amin Zayani und das Team von Insulin Angel künftig mit einem gleichnamigen Medikamententracker erleichtern, der die Lagerung überwacht. Für die Realisierung haben sie eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo gestartet, mit der sie 55.000 US-Dollar (50.600 Euro) für die Herstellung und Entwicklung einer Smartphone-App sammeln wollen. Wer selbst keinen Insulin Angel benötigt, kann über die kenianische Gesundheitsorganisation Access Afya auch Tracker spenden.

Im 50 US-Dollar teuren Tracker steckt eine bekanntes Berliner Produkt: Der Wunderbar-Chip von relayr, der Sensoren für die Erkennung von Temperatur, Feuchtigkeit oder Bewegung mitbringt. Der hier verbaute Temperatursensor soll bis zu +/- 0,5 Grad Celsius genau funktionieren. Das Gehäuse ist 5 × 2,5 Zentimeter groß und enthält neben dem Wunderbar eine Knopfzellenbatterie, mit deren Hilfe die Daten bis zu drei Monaten lokal gespeichert werden können. Selbst die Lagerung im Kühlschrank übersteht der Tracker.

Eine App zeigt die Daten an, die der Tracker sammelt.

(Bild: Insulin Angel)

Das Management soll über Bluethooth 4.0 mittels einer Smartphone-App erfolgen. Die Lagerungsbedingungen für handelsübliche Insulinpräparate in Deutschland, dem Vereinigten Königsreich und den USA werden vorprogrammiert. Die App schickt Warnungen, wenn sie die Verbindung zum Tracker verliert, die Temperatur nicht mehr stimmt und überwacht die Wettervorhersage für den eigenen Standort. Die Meldungen können sich auch die Eltern diabetischer Kinder schicken lassen.

(hch)