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Intel und Arduino stellen Genuino 101 vor

Die Firmen haben auf der Maker Faire Rom ein Board für den Maker-Nachwuchs präsentiert: Der Genuino 101 mit Intels Curie-Modul bringt Sensoren und Bluetooth mit, dazu soll es ausführliche Lehrmaterialien geben.

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Intel stellt das neue Arduino-Board mit seinem Curie-Chip selber her. Gut am rechen Rand zu erkennen: Die Antenne für das integrierte Bluetooth Low-Energy-Modul.

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Auf der Eröffnungskonferenz der dritten Maker Faire Rom haben am gestrigen Freitag Intel und Arduino LLC ihr erstes gemeinsam entwickeltes Projekt vorgestellt: Der Genuino 101 sieht aus wie ein übliches Arduino-Board, statt einer Atmel-CPU sitzt darauf allerdings Intels Curie-Modul. Der 32-Bit-Controller aus Intels SoC-Famile Quark ist auf geringen Stromverbrauch optimiert und hat ein Bluetooth Low-Energy-Modul sowie einen kombinierten 6-Achsen-Sensor mit Gyroskop und Beschleunigungssensor gleich eingebaut.

Der Genuino 101 (der nur in den USA als Arduino 101 verkauft wird – aufgrund immer noch laufender Namensstreitigkeiten) soll im ersten Quartal von 2016 für etwa 27 Euro in den Handel kommen. Intel hatte in den vergangenen zwei Jahren bereits die für Maker entwickelten Boards Galileo und Edison von Arduino zertifizieren lassen, der 101 ist allerdings die erste echte gemeinsame Entwicklung der beiden Firmen. Hergestellt wird er von Intel in den USA. Anfang des Jahres hatte der Konzern das Curie-Modul auf der CES erstmalig präsentiert, damals war es noch als Wearable-Controller im Gespräch.

Josh Walden von Intel stellte das neue Board zur Eröffnung der Maker Faire Rom gemeinsam mit Massimo Banzi von Arduino vor.

Intel hat ein Herz für Maker, das kam auf der Präsentation immer wieder heraus: Der 101 ist vor allem als Controller für den Bildungsbereich vorgesehen ("101" ist im amerikanischen Sprachgebrauch gleichbedeutend mit "Einführungskurs"). Daher wollen Arduino und Intel den von Arduino-Mitgründer David Cuartielles entwickelten Physical-Computing-Kursus "Creative Technologies in the Classroom" (CTC) für 11- bis 14-Jährige mit neuen Inhalten zum Genuino 101 ergänzen und stärker verbreiten. Der Kurs wird bisher weltweit in 125 Schulen eingesetzt.

Nicht träumen, sondern machen: Intel und Arduino wollen mit dem 101 vor allem den Nachwuchs erreichen.

Intels Senior Vice President der "New Technologies Group", Josh Walden, der das neue Board gemeinsam mit Arduino-Chef Massimo Banzi in Rom vorstellte, kündigte außerdem an, dass die Teilnehmer der 2016 anlaufenden TV-Sendung America's Greatest Makers mit dem Genuino 101 arbeiten würden. (phs)