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Jetzt bestellen: Schul-3D-Drucker für 499 Euro

Der günstige Bausatz für einen schulreifen 3D-Drucker ist über die Webseite tutolino.net zu kaufen – doch die Initiatoren haben noch viel Größeres vor.

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Auf der Maker Faire in Hannover war ein besonderes Exemplar des Schul-3D-Druckers zu sehen – die Kunststoffteile sind in den Make-Farben rot und blau gehalten.

(Bild: Helga Hansen)

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Im Vorfeld der Maker Faire Hannover 2019 berichteten wir an dieser Stelle über das vom Berliner Filamenthersteller 3dk.berlin geförderte und von einigen seiner Mitarbeiter initiierte Projekt, einen 3D-Drucker-Bausatz für Schulen auf den Markt zu bringen. Mittlerweile ist es soweit und der Bausatz für 499 Euro ist zu haben – und zwar über die Webseite tutolino.net und ausschließlich für Schulen.

Beim originalen Anet A8 sitzt das Display oben im Rahmen – für den Schuldrucker ist es auf die Gehäusefront verlegt worden, sodass man die Knöpfe drücken kann, ohne die Tür öffnen zu müssen.

(Bild: Helga Hansen)

Mit seinem günstigen Preis liegt der Bausatz unter der Grenze für Investitionen, ab der die meisten Schulen in den meisten Bundesländer einen Antrag bei der nächst höheren Instanz stellen müssen oder eine Ausschreibung verpflichtend wird. Er enthält den kompletten Teilesatz für den Bau des Druckers samt 3D-gedruckten Zusatzteilen, Gehäuse mit Luftfilter, Notaus-Schalter und abschließbarer Tür. Wer sich vorab schon mal eine Übersicht verschaffen will, wie der Aufbau genau abläuft, findet auf der tutolino-Webseite die ausführliche Bauanleitung zum Download. [Update, 8.Oktober 2019, 10:42: Wer den 3D-Drucker einmal leibhaftig in Augenschein nehmen will, hat dazu am Samstag, den 12. Oktober 2019 von 11 bis 17 Uhr Gelegenheit – und zwar bei der Hugendubel Mini Maker Faire in der Filiale München Stachus (Karlsplatz 12). Der Eintritt ist frei.]

Make 5/19

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Basis der Konstruktion ist der günstige, aber in seiner Originalform nur bedingt empfehlenswerte 3D-Druckerbausatz Anet A8, den die Initiatoren – angeregt durch die Artikelserie zum Tuning des Anet A8 in den Make-Ausgaben 1/18 bis 3/18 – verbessert und vor allem sicher gemacht haben. Dazu sind allerdings eine Menge Zusatzteile aus dem 3D-Drucker nötig. Wer das Projekt damit unterstützen will, dass er auf seiner eigenen Maschine solche Teile druckt, ist herzlich dazu eingeladen, sich über das Kontaktformular auf der tutolino-Webseite zu melden.

Beim Projekt "3D-Druck macht Schule", das von Make als Partner unterstützt wird, steht von Anfang an das Selbermachen im Vordergrund – so bekommen interessierte Schulen nicht einen fertigen Drucker hingestellt, sondern die Schülerinnen und Schüler montieren ihre digitalen Fertigungsmaschinen selbst und lernen die Geräte so bis zur letzten Schraube kennen. Das lässt sich den ersten Erfahrungen nach von zwei Schülern pro Drucker in einer AG mit wöchentlich 90 Minuten innerhalb eines Schulhalbjahres gut schaffen.

Das Projekt plant Wochenend-Workshops, um Multiplikatoren unter den Lehrerinnen und Lehrern auszubilden, die weitere Lehrkräfte für die Begleitung solcher AGs schulen. Wer daran Interesse hat, nimmt ebenfalls über die tutolino-Webseite Kontakt auf. Das Ziel dabei: Rund um das Projekt "3D-Druck macht Schule" soll schrittweise ein echtes education network entstehen, wie der Untertitel der Webseite jetzt schon lautet – eine Vernetzungsplattform für alle, denen es am Herzen liegt, Maker-Themen in die Schule zu bringen. (pek)