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Lego-Batman mit Bastelrechner Raspi statt Uhr

Statt nur die Uhrzeit und piepsige Wecktöne zu beherrschen, kann dieser Lego-Batman individuelle Ständchen anstimmen und anzeigen.

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Lego-Batman mit Raspi statt Uhr

(Bild: Carl Monk/Twitter)

Mit seinen 22 Zentimeter ist der Batman-Wecker etwas größer als die durchschnittliche Legofigur. Genügend Platz, um den Einplatinenrechner Raspberry Pi mit eigener Elektronik unterzubringen, wie der britische Bastler Carl Monk gerade gezeigt hat.

Zwar bringt der grimmige Superheld von Haus aus eine digitale Uhrenanzeige mit, sie lässt sich allerdings nicht individuell programmieren. Daher setzte Monk sich zunächst daran, das Plastikgehäuse aufzubrechen, um an das Innenleben zu gelangen. Dafür sei eine Menge Gewalt und Ignoranz nötig, wovon er aber genügend besitze. Da neben den Buttons auch der Piezo-Buzzer erhalten bleiben sollte, überprüfte Monk mit einem BBC micro:bit die Ansteuerung über Pulsweitenmodulation.

Nachdem der Test erfolgreich war, mussten die Steuerplatine und Display für das neue Innenleben weichen. Monk verbaute den schmalen Raspberry Pi Zero (ab 17,49 €) mit einem siebenzeiligen LED-Display zum Aufstecken, dem Scroll pHAT HD. Den dazugehörigen Diffusorstreifen kürzte er etwas, damit das Display-Licht nun angenehm zerstreut wird. Für Hitzestrahl und Röntgenblick braucht es eigentlich einen Migrationshintergrund aus Krypton, dank zweier RGB-LEDs blitzt es aber auch unter der Fledermausmaske auf. Außerdem schloss Monk die Buttons und den Buzzer an den Raspi an. Schließlich gibt es noch ein extra Micro-USB-Board für die Programmierung und Spannungsversorgung, das am Batteriefach aus dem Gehäuse geführt ist.

Bei der Geburtstagsparty von Monks Sohn zahlte sich der Umbau gleich aus. Über einen Tastendruck auf der Rückseite läuft eine zugegeben piepsige Titelmelodienversion der TV-Serie ab und beim Druck auf den Kopf ein Geburtstagsständchen. Ansonsten verdingt sich der Held aus Gotham wieder als Uhr auf Monks Schreibtisch, wie vorher, nur eben "vieeeeeel cooler". Für Nachbauinteressierte hat Monk seine Skripte auf Github zur Verfügung gestellt. (hch)