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Lightpaper: Druckbares, leuchtendes Papier

Eine US-amerikanische Firma hat eine Methode entwickelt, um selbstleuchtendes Papier herzustellen. Die Hersteller erwarten, dass das Lightpaper ab Mitte 2015 auf dem Markt ist.

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Cody Peterson und Andrew Huska haben ein Faible für dünne Displays. Nachdem sie mit ihrem Unternehmen Pacinian bereits das bisher dünnste Touch-Display entwickelt hatten, ist ihr jetziges Produkt das dünnste leuchtende Objekt. Im Januar diesen Jahres kündigte Nick Smoot, Referent bei Rohinni, der aktuellen Firma von Huska und Peterson, an, dass das Unternehmen plane, ein Produkt auf der Basis von druckbarem Licht zu entwickeln. Auch die Grundlagen der Methode waren damals bereits klar. Die beiden Erfinder hatten eine Technik entwickelt, die es erlaubte, die kleinsten leuchtenden Anteile von LEDs mit Tinte zu mischen.

Legt man Strom an eine bedruckte Fläche an, so leuchtet sie auf.

Jetzt ist Lightpaper komplett: Die Mischung aus LEDs und Tinte wird auf eine elektrische leitfähige Schicht gedruckt und mit zwei Außenschichten versiegelt. Die Größe der LEDs ist vergleichbar mit der von menschlichen roten Blutkörperchen. Das vorläufig letzte technische Problem mit dem Produkt ist die gleichmäßige Verteilung der LEDs. Bis auf dieses, nicht für alle Anwendungen relevante Problem scheint Lightpaper nur Vorteile zu haben. Es ist günstig in der Produktion, ungefähr 20 Jahre lang haltbar und kann in jede beliebige Form gebracht werden.

Eine mögliche Anwendung: Lightpaper als Raumbeleuchtung

Für die Anwendung schweben den Erfindern verschiedene Möglichkeiten vor. So zum Beispiel das Bedrucken elektronischen Geräten und Outdoor-Ausrüstung. Oder auch die Nutzung als Auto-Scheinwerfer oder Raumbeleuchtung. Da die einzelnen Segmente einer größeren bedruckten Fläche ansteuerbar sind, kann Lightpaper auch Funktionen von Displays übernehmen.

Momentan erproben mehrere Firmen die Anwendung von Lightpaper. Als Bauteil für den DIY-Markt soll es in erster Instanz aber nicht auf den Markt kommen. (esk)