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Lux: US-Tüftler entwickelt Open-Source-Kamera

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Die Open-Source-Kamera erinnert optisch an die Kodak Brownie von 1919.

(Bild: Kevin Kadooka)

Ein US-Tüftler hat eine Kamera entwickelt, die komplett aus quelloffener Hard- und Software besteht. Das Ergebnis ist eine voll funktionstüchtige Boxkamera und wurde von seinem Schöpfer Kevin Kadooka auf den Namen Lux getauft. Die Lux besitzt ein 65-mm-Objektiv für 6 cm x 6 cm Aufnahmen und eine Rotationsblende.

Das Gehäuse stammt aus dem 3D-Drucker, die Metallteile sind mit einem Laser-Cutter gefertigt. Kadooka selbst benötigt keine Geräte vor Ort, sondern nutzt dafür Online-Dienste wie Shapeways und Pololu. Wer hierzulande einen Nachbau anstrebt, muss dennoch etwas kreativ werden: Die verwendeten Schrauben sind US-typisch nicht metrisch, sondern haben Zoll-Gewinde. Die Elektronik der Kamera hat er auf Basis der Arduino-Plattform realisiert. Mit Hilfe eines Drehschalters lässt sich die Belichtungszeit einstellen.

Dieses Foto wurde mit der Kamera aufgenommen.

(Bild: Kevin Kadooka)

Die Ergebnisse der Kamera lassen sich auf Kadookas Flickr-Seite begutachten. Als Fotomaterial verwendet die Kamera Rollfilm vom Typ 120. Im Umgang mit der Kamera sind bislang einige Kompromisse erforderlich, so erfordert der Batteriewechsel die Demontage des Gehäuses. Auch die Einstellung der Belichtungszeit stellt den Tüftler noch nicht vollständig zufrieden.

Das Innenleben der Open-Source-Kamera.

(Bild: Kevin Kadooka)

Es handelt sich bei der Lux nicht um Kadookas erstes Kamera-Projekt. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter hatte er im Februar vergangenen Jahres bereits erfolgreich seine Duo, eine Zwei-Linsen-Kamera, finanziert. Auch die Verschlussblende stammt aus einem vergangen Projekt, das er auf seinem Flickr-Account beschreibt. (ogo)