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Maker Faire Bay Area: Neues von Arduino und Arduino

Für Arduino.cc produziert künftig die New Yorker Firma Adafruit. Mittels der neuen Marke Genuino sollen internationale Probleme im Markenstreit mit dem Kontrahenten Arduino.org umgangen werden. Auch dieser hat indes neue Boards zu bieten.

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(Bild: Make Magazine)

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"The State of Arduino", in Anlehnung an Regierungsansprachen, hieß der Vortrag von Massimo Banzi auf der 10. Maker Faire in San Mateo. Dort erklärte er, wie es mit der jüngst von Streit überschatteten Arduino-Hardware-Produktion weitergeht. In den USA produziert für Arduino.cc ab sofort die Firma Adafruit, die dort auch den Vertrieb weiterführt. Weitere weltweite Kooperationspartner sollen in den kommenden Wochen vorgestellt werden. Ihnen soll die neu geschaffene Marke "Genuino" (ital. für Original) Rechtssicherheit bieten.

Auf der Bay Area Maker Faire waren die beiden Arduino-Stände nur rund 15 Meter voneinander entfernt und machten auch wie zum Beispiel mit diesen Aufklebern Stimmung.

Das vor kurzem angekündigte Board Arduino Gemma von Adafruit ist bereits erhältlich. Der Arduino Zero, das Atmel Wifi Shield 101 und der Yún Shield sollen Anfang Juli beziehungsweise Ende Juni folgen. In den USA hält Arduino LLC, die Arduino.cc betreibt, die Rechte an der Marke. Der Rechtsstreit mit Arduino S.R.L., der ursprünglichen Herstellerin in Italien, blockiert derzeit Produzenten und Händler aus anderen Ländern. Die Firma will weiterhin in Italien produzieren. Wie auf Arduino.org angekündigt, gab es auf der Maker Faire die Boards Yun Mini, Tian, M0 und M0 Pro zu sehen. Die Firma spielt in der Berichterstattung über die Veranstaltung aber insgesamt eine untergeordnete Rolle.

Deutlich wurde die unterschiedliche Strategie der beiden Firmen. Arduino.cc verfolge weltweit lokale Kooperationen bei Entwicklung und Produktion, so Banzi. Ein Beispiel ist das ab Juli erhältliche "Modulino", ein in Indien entwickeltes und hergestelltes Sensorsystem. Außerdem präsentierte Banzi einige Zahlen, die die eigene Marktmacht bezeugen sollen. So hätten 21,5 Millionen Leute von Mai 2014 bis Mai 2015 Arduino.cc besucht und die IDE sei in den letzten zwei Monaten fast 1,4 Millionen mal heruntergeladen worden.

Künftig solle aus der Webseite und IDE ein Arduino Operation System entstehen, das zum Beispiel das Speichern von eigenen Board-Layouts ermöglicht. Neben einer Vorschau zeigte Banzi auch noch einmal das Demo-Video des angekündigten Modulbaukasten Eslöv, das später als Open-Source-Projekt der Community zur Verfügung gestellt werde. Ein Projekt zum Vorstellen neuer Produkte verfolgt parallel auch Arduino.org.

(Helga Hansen) / (hch)