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Maker Faire Berlin: Am letzten Tag

Um 18 Uhr am Sonntag schließt die erste Maker Faire in Berlin. Vorher gibt es aber noch vieles zu entdecken und mitzumachen – auch, aber nicht nur für kleine und große Kinder.

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Makey an der Berliner Mauer: Das Maskottchen der Maker Faire nutzte den Samstagabend für einen Ausflug zur nahegelegenen East-Side-Gallery, begleitet vom Organisationsteam des Technik- und Kreativfestivals.

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Ein Feuer speiender Container-Riese, ein Trauben-Piano und ein Verwandter des Roboters "Sonny" aus dem Film "I, Robot": Die erste Maker Faire in Berlin bietet an diesem Wochenende viel zum Staunen. Mehr als 100 Teams sind angereist, um im Postbahnhof ihre Konstruktionen und Erfindungen vorzustellen. Viel zu sehen gibt es vor allem zu den wachsenden Möglichkeiten des 3D-Drucks und zu Ideen rund um die Mikrocontroller-Plattform Arduino, die visuelle Programmiersprache Scratch und den Mini-Rechner Raspberry Pi.

Am Stand der Make-Redaktion (79, im Obergeschoss) kann man noch bis 18 Uhr mit der Redaktion plaudern und Projekte aus den bisherigen Heften begutachten.

Visualisierung von Alphastrahlen per Webcam: Wie das geht, erklärt Dieter Hofmann gerne am Make-Stand.

Zu Gast am Stand sind auch unsere Autoren Dieter Hofmann, Erbauer der Teslaspule, des LED-Blinkwürfels und der Laserwasserwaage aus der elektrischen Zahnbürste, sowie Florian Fusco, der fürs Heft den Fotoblitzschirm aus der Rührschüssel und den analogen Drum-Synthesizer mit Game-Controller-Steuerung beigesteuert hat. Die Autoren sind von 14 bis 16 Uhr am Stand.

Auch die c't-Kryptokampagne ist vor Ort: Am Stand 106 kann man sich seine PGP-Schlüssel für die verschlüsselte E-Mail-Kommunikation zertifizieren lassen.

Im Erdgeschoss am Stand 26 zeigt der Router-Hersteller AVM die Projekte der Preisträger des Wettbewerbs Pimp your Fritz! Bei diesem Wettbewerb ging es darum, ein Extreme Feedback Device (XFD) für die Fritz!Box zu bauen, also Hardware, die dem Nutzer auf optische, akustische, haptische und sogar olfaktorische Weise Hinweise darauf gibt, was gerade auf seiner Fritz!Box passiert.

Maker Faire

Das Technik- und Kreativfestival für die ganze Familie. Hier kommen alle auf ihre Kosten, die gerne basteln, bauen, erfinden, experimentieren, tüfteln, handwerken und recyclen. Eine Maker Faire inspiriert zum kreativen und spielerischen Umgang mit Materialien und Technik und lädt zum Gespräch mit Gleichgesinnten ein. Vor allem dürfen die Besucherinnen und Besucher auch selbst mit anfassen und Sachen ausprobieren: bei zahlreichen Mitmach-Aktionen wie Experimenten, Workshops oder Kunstprojekten.

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Gewonnen hat Tobias Link mit seinem "Fritz!Box CallMonitor": Auf dem kleinen Zusatzdisplay erscheinen ein- und ausgehende Nummern – praktisch, wenn man ein Retro-Telefon ohne Anzeige benutzt, aber trotzdem wissen will, wer da anklingelt. Ausprobieren kann man das am AVM-Stand anhand eines originalen beigen Wählscheibentelefons, das unter einer Berliner Telefonnummer zu erreichen ist (und nein, wir werden sie hier nicht veröffentlichen).

Auch die Abendschau war zu Besuch und hat mit einigen Ausstellern (und Robotern) gesprochen – den kurzen Bericht gibt es in der rbb-Mediathek anzuschauen. Der Moderator irrte bei seiner Einführung allerdings in einem Punkt: Die Maker Faire ist nicht von Hannover nach Berlin umgezogen, denn es wird natürlich auch weiterhin Maker Faires in Hannover geben. Für die nächste steht bereits das Datum fest: Sie findet am 28. und 29. Mai 2016 statt.

Die Maker Faire Berlin findet in Berlin im Postbahnhof am Ostbahnhof statt. Geöffnet ist heute noch bis 18 Uhr. Die Tagestickets für die Maker Faire Berlin kosten 11 Euro, Familien mit zwei Kindern zahlen 20 Euro. [Update:] Ab 16:30 ist der Eintritt zur Maker Faire für alle frei – so kann man gratis einen ersten Eindruck von so einem faszinierenden Technik- und Kreativ-Festival bekommen. (Peter König (mit Material von dpa)) / (pek)