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Maker Faire Rom: Für die Bildung und für Italien

Die Maker Faire Rom ist das größte Maker-Festival in Europa. Die Veranstalter wollen damit wichtige Impulse für die Bildung und Wirtschaft in Italien geben. Damit lockten sie am Wochenende rund 100.000 Menschen an.

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Die dritte Maker Faire Rom ist am Sonntag Abend zu Ende gegangen. Laut Angaben des Veranstalters, der römischen Handelskammer, haben rund 100.000 Besucherinnen und Besucher in drei Tagen etwa 1200 verschiedene Maker-Projekte auf dem Campus der Uni Rom in Augenschein genommen – eine deutliche Steigerung gegenüber den zwei Vorjahren.

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Eröffnet wurde das Festival am Freitag stilecht von einem Roboter: Das Modell "Walk-Man", eine Entwicklung des Istituto Italiano di Tecnologia in Genua, kann zwar keine Schere halten, zerriss dafür aber das symbolische Band. Arduino-Gründer Massimo Banzi hatte zuvor in einer Rede mit Blick auf die wichtigsten Ressourcen verschiedener Länder verkündet: "Die Maker sind unser Öl." Ein Thema, das sich durch die Eröffnungskonferenz zog: Italien müsse an seine handwerklichen Traditionen anknüpfen, in Sachen umweltfreundlicher Produktion aufholen und bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Technik wecken.

Maker Faire Rom 2015 (37 Bilder)

Die Maker Faire fand auf dem Gelände der Uni Rom statt.

Ein Ansatz dafür sei der neue Genuino 101, den Intel und Arduino gemeinsam auf der Bühne vorstellten. Josh Walden von Intel fragte: Wo werden die interessanten Geräte des Jahres 2020 herkommen? Für ihn sei klar, dass sie auf Maker Faires entstehen würden. Dale Dougherty, Gründer der weltweiten Festivals, betonte, dass es gar nicht so sehr um das Wochenende der Veranstaltung ginge, sondern darum, was es bei vielen Besucherinnen und Besuchern auslöse.

Am Rande des Maker-Festivals gab es aber auch Unmut: Am Freitag Nachmittag löste die Polizei eine Demonstration von Studierenden der Uni Rom vor dem Haupteingang auf. Diese hatten sich sich unter dem Motto "Maker Faire - für wen? Nicht für mich!" versammelt, um dagegen zu protestieren, dass die Veranstalter ihren Campus für mehrere Tage blockierten und ihnen im Gegenzug keinen freien Eintritt zur Maker Faire gewährt hätten. (phs)