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Maker-Marginalien: Buntes aus der DIY-Welt in Kurzmeldungen

Was sonst noch so war: Rollende Roboter, ein eiskalter Game Boy, Jahrmarktunterhaltung mit Arduino sowie eine Kamera, die selbst entscheidet, wo fotografiert wird. Dazu Wochenendtipps für München und Köln.

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(Bild: Philipp Schmitt)

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Endlich Wochenende! Aber auch in dieser Woche ist in der Maker-Welt wieder so vieles spannende, lustige und anregende passiert, dass wir es gar nicht alles in unserem täglichen Newsticker unterbringen konnten. Deshalb hier in aller Kürze, was sonst noch war (oder noch kommt).

Die untere Sphäre des BB-8 von James Burton besteht aus einem Sitzball.

(Bild: makezine.com)

Die Episode VII von Star Wars kommt zwar erst im Dezember in die Kinos, der Kugelroboter BB-8, der durch diesen Film rollen wird, ist aber jetzt schon ein Star. Die US-Ausgabe der Make brachte einen Mini-Nachbau dieses Droiden sogar auf das Titelbild ihrer Ausgabe 46, die ausführliche Bauanleitung dafür gibt es online. Kern dieser Konstruktion bildet ein Ball-Roboter vom Typ Sphero. Dessen Hersteller reagierte wiederum auf den Trend und stellt mittlerweile eine eigene BB-8-Version her, die man fertig kaufen kann. Wer auch diesen selbst modifizieren will, findet inzwischen bei uBreakiFix ein Teardown-Video, das die technischen Innereien enthüllt. Es geht aber auch raffinierter: Der britische Bastler James Burton hat eine größere Fassung des BB-8 in Arbeit, dessen untere Sphäre aus einem Sitzball besteht:

Vertikale Videos gelten zwar eigentlich als unfein, aber im Fall des Projekts von Daniel d'Entremont alias Mod Purist geht das noch durch: Sein Cold Boy passt nun mal besser in ein Hochformat, schließlich handelt es sich um einen funktionierenden Game-Boy-Emulator (der auf einem Raspberry Pi 2 läuft), in Übergröße auf eine Kühlschanktür gebaut:

Irgendwie wirken sie wie aus einer anderen Zeit, diese Glaskästen mit einem Bodensatz aus Süßigkeiten, aus dem man sich mit einem von außen gesteuerten Robotergreifer etwas herausklauben kann – nach Geldeinwurf, gegen die Uhr und selten erfolgreich. Mahmoud Tolba hat das Prinzip jetzt neu interpretiert, mit einem Arduino als Herz und einem Smartphone zur Steuerung. Die fertige Box gab es auf der Maker Faire in Kairo zu sehen; die Bauanleitung gibt es auf Instructables.

Das 3D-gedruckte Gehäuse der Camera Restricta von Philipp Schmitt enthält neben einem ATTiny85 auch ein Smartphone, das per GPS den aktuellen Ort bestimmt und prüft, wie viele Fotos davon schon online veröffentlicht wurden. Sind es zu viele (oder ist in der Gegend das Fotografieren verboten), verschwindet der Auslöser im Gehäuse: Eine Aufnahme ist dann nicht mehr möglich.

Zum Schluss noch zwei Veranstaltungstipps:

Das Münchner Maker-Festival in Miniaturausführung – an diesem Wochenende.

(Bild: Make Munich)

Am 20. September live in Köln: Alexander Gerst.

(Bild: ESA/NASA)

  • Die nächste Make Munich findet zwar erst am 16. und 17. Januar statt, einen Vorgeschmack gibt es aber schon an diesem Wochenende (12. und 13. September): Im Rahmen des Streetlife Festivals in München kann man die Mini Make Munich besuchen. Auf 300 Quadratmetern soll es rund um 3D-Drucker, Löten, Siebdruck, Upcycling und vieles mehr gehen, zusätzlich stehen zehnminütige Blitzvorträge auf dem Programm.
  • Am Sonntag, den 20. September, öffnet dann das sonst nicht so einfach zugängliche Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt auf der Linder Höhe bei Köln seine Pforten für die Öffentlichkeit – anlässlich des Tages der Luft- und Raumfahrt. Live vor Ort ist auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst, viele Monate lang Bewohner der Raumstation ISS und Wissenschaftler mit MacGyver-Qualitäten.

(Peter König) / (pek)