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Maker-Marginalien: Buntes aus der DIY-Welt kurz gemeldet

Was sonst noch so war: Mit Kickstarter zum Mond, ein Batmobil aus Lego, Roboter, die in den Sand zeichnen oder nur aus einem Arm bestehen, ein Flugmodell aus dem 3D-Drucker – und erstmals was mit Walen.

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Ist das ein Selbstporträt? Immerhin sieht der BeachBot, der Zeichner dieser ausladenden Sandzeichnung, selbst wie eine Schildkröte aus.

(Bild: makezine.com)

Update
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Maker-Marginalien

Endlich Wochenende! Aber auch in dieser Woche ist in der Maker-Welt wieder so vieles spannende, lustige und anregende passiert, dass wir es gar nicht alles in unseren aktuellen Make-Meldungen unterbringen konnten. Deshalb hier in aller Kürze, was sonst noch war.

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Eigentlich hatte sich die Gruppe Copenhagen Suborbitals (auch mal bekannt unter dem Namen "Danes in Space") das Ziel gesetzt, mit einer privat entwickelten Rakete den ersten Dänen in den Weltraum zu schicken. Das hat nicht geklappt, Andreas Mogensen an Bord der ISS kam ihnen zuvor. Doch jetzt sind die privaten Raumfahrt-Pioniere aus Kopenhagen wieder da und lassen sich ihr nächstes Projekt auf Kickstarter von Enthusiasten finanzieren: Sie wollen eine dreistufige, über 20 Tonnen schwere Rakete bauen, die ein Raumschiff in den Orbit trägt, das von dort aus Kurs auf den Mond nimmt. An Bord wird auch eine winzige Nutzlast sein: Das Landemodul soll ein Loch in die Mondoberfläche bohren und dort einen Datenträger als "Zeitkapsel" versenken. Wer Geld beisteuert, soll Daten zum Mond mitschicken können. Offenbar finden viele das reizvoll, denn die Crowdfunding-Aktion hat ihr finanzielles Ziel bereits erreicht. [Update: Bitte die Korrektur zu dieser Meldung beachten!]

Ein Leichtgewicht: Der Flieger ist startklar.

(Bild: Niklas Melton)

Nicht ganz bis zum Mond steigt die Konstruktion von Niklas Melton: Er hat sich mit Hilfe eines Stereolithographie-3D-Druckers von Formlabs ein ferngesteuertes Flugmodell gebaut und die 3D-Dateien sowie die Bauanleitung auf der Online-Plattform Thingiverse zum Download freigegeben. Dabei verwendete er aus der Palette der verfügbaren flüssigen Kunstharze für seinen 3D-Drucker ein spezielles, besonders strapazierfähiges Material.

Einzelne Roboterarme, die sich für eine Fülle von Aufgaben nützlich machen sollen, haben offenbar gerade Konjunktur. Der Fünf-Achsen-Arm von Dan Royer hat es immerhin ins Halbfinale des Hackaday-Prize geschafft (wenn auch das Finale verpasst), auf Kickstarter buhlen derweil Makerarm und Dobot um Investoren. Preislich werden beide noch unterboten von 7Bot, einem Roboterarm, der sich durch geführtes Vormachen einer Bewegung programmieren lassen soll und in Kombination mit einer Kinect oder einem Real-Sense-Sensor auf den Fingerzeig folgt.

Das Lego-Batmobil, der Erbauer zum Größenvergleich.

(Bild: DC Comics / Art of the Brick)

Eine halbe Million Legosteine, fast 500 Stunden Arbeit – fertig ist das Batmobil im Maßstab 1:1. Nathan Sawaya hat es gebaut, als zentrales Exponat einer Ausstellung rund um das Universum von DC Comics. Dabei brauchte er ungefähr genausoviele Steine, wie zum höchsten Lego-Turm der Welt aufgeschichtet wurden (35 Meter Höhe). Falls Sie übrigens noch ein paar unnütze, aber interessante Fakten zu Lego wissen wollen – zum Beispiel, dass die Firma der weltgrößte Hersteller von Rädern ist – gibt es natürlich Nachhilfe im Netz: 10 Fascinating Things You Didn't Know About LEGO.

Disney hat ja nicht nur für große Kinder ein Herz, sondern auch für kleine – sonst würde so ein Konzern wohl kaum seine Forschungsabteilung losschicken, eine Augmented-Reality-3D-Version eines Malbuchs zu entwickeln. Was sie jetzt zusammen mit dem Autonomous System Lab der EHT Zürich ausgeheckt haben (ja, genau die mit dem Roboter-Dream-Team aus Drohne und Vierbeiner), wird allerdings klein wie groß begeistern: Einen Roboter namens BeachBot in Form einer Schildkröte auf Rädern, der große Sandbilder auf den Strand zeichnet. Obwohl: Eigentlich können weder Kinder noch Erwachsene eines der fertigen Bilder wirklich überblicken, dazu müsste man besser Riese sein, auf den größten Lego-Turm der Welt steigen, oder man braucht eine Kameradrohne. Die bietet ohnehin in vielen Fällen tolle Überblicke. Davon wird gleich noch mehr die Rede sein.

Okay, zugegeben: Der Vorwand, warum wir das folgende Video hier einbinden, ist ziemlich dünn – ganz offensichtlich ist es von einem kameratragenden Multikopter aufgenommen worden. Reicht das als Grund? Egal, der Film ist einfach beeindruckend. Und, nicht zu vergessen: Vor der Zeit der erschwinglichen Quadrocopter waren nicht viele Leute in der Lage, solche Luftaufnahmen zu schießen. Und es wäre Walschützern auch nicht möglich gewesen, aus der Luft aktiv zu werden. Schönes Wochenende!

(pek)