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Mathematica und Wolfram Language laufen auf dem Raspberry Pi

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Wolfram Research, die Firma hinter der Such- und Wissensmaschine Wolfram Alpha und der Software Mathematica, hat eine Zusammenarbeit mit der Raspberry Pi Foundation bekanntgegeben. In Zukunft ist Mathematica sowie die noch unfertige Programmiersprache Wolfram Language kostenlos Bestandteil des Raspbian-Betriebssystems.

Mathematica ist eines der am weitesten verbreiteten mathematisch-naturwissenschaftlichen Softwarepakete und kam erstmalig 1988 auf den Markt. Bisher war die Software nicht unter rund 150 Euro für eine Studentenlizenz zu bekommen.

3D-Diagramme in Mathematica auf dem Raspberry Pi.

(Bild: Raspberry Pi Foundation)

Die erst vor kurzem angekündigte Wolfram Language gibt ihr Debüt auf dem Raspberry Pi. Von Wolfram Research wird sie als Programmiersprache "für die nächste Generation" angekündigt, mit der sich sehr einfach auch komplexe Aufgaben, zum Beispiel Bild- und Sprachverarbeitung erledigen lassen. Dazu bedarf es keiner zusätzlichen Bibliotheken, alle Funktionen sollen Teil des Sprachkerns sein.

Raspbian-User mit mindestens 600 MB freiem Speicher auf der SD-Karte können die Software einfach nachinstallieren:

sudo apt-get update && sudo apt-get install wolfram-engine

Der Firmengründer und Physiker Stephen Wolfram hat große Hoffnungen für die Kollaboration. Denn bereits 1988 wurde Mathematica einmal kostenlos mit einem Computer ausgeliefert: Damals kaufte das CERN Steve Jobs' NeXT-Computer mit der Mathematik-Software – der PC, auf dem Tim Berners-Lee das WWW erfand. (phs)