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MeshCon: Anziehbare Technik entwickeln und vernünftig produzieren

Die MeshCon widmet sich Wearables, Fashion Technology, Internet of Things – kurz: vernetzter Technik zum Anziehen und deren Produktion. Die Konferenz findet parallel zur Maker Faire in Berlin statt.

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(Bild: MeshCon)

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Das Internet der Dinge macht auch vor der Kleidung nicht mehr halt, wie der aktuelle Trend zu Werables zeigt. Dieser Entwicklung widmet sich die MeshCon, 2014 als Konferenz für Modemacher und Digital-Kreative parallel zur WearIt gestartet. Sie findet in diesem Jahr im Rahmen der Maker Faire Berlin im Postbahnhof am Samstag, den 3. Oktober statt. Bei der zweiten Auflage der Veranstaltung stehen Vorträge und Workshops zur digitalen Vernetzung im Mittelpunkt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Open-Source-Technologien, vor allem in der Modeindustrie.

Auch Programmierworkshops für Kinder stehen auf dem Programm der Meshcon in Berlin.

(Bild: MeshCon)

"Die MeshCon will Modedesignern, Technologie-Experten und Softwareentwicklern eine Plattform bieten, um sich über neue Ideen individualisierter Mode auszutauschen. Dabei spielt die Steuerung von Strickmaschinen über Minicomputer wie dem Arduino oder Raspberry Pi und Körperscans über 3D-Apps eine genauso große Rolle wie das Einnähen von WLAN-Modulen oder LED-Lichttechnik in Jacken und Pullovern", erläutert Mario Behling, Veranstalter der MeshCon. "Das Konzept der Maker Faire, die sich als kreatives Do-it-Yourself-Veranstaltung für Groß und Klein präsentiert, bietet für die MeshCon einen idealen Rahmen", so Behling.

Das Konferenzprogramm der MeshCon soll alle Technikbegeisterten ansprechen. Zum Thema Mode und Technologie führt Andreas Bräu aus Weimar die neueste Version einer Strick-App an einer gehackten Heimstrickmaschine vor. Hier können Besucherinnen und Besucher Fotos einscannen und individuelle Schals ausstricken. Dazu wird eine Strickmaschine mit Hilfe der Software Knitapps mit dem Computer, Smartphone oder Tablet verbunden. Um die Ansteuerung der Nadeln und Bewegung des Schlittens kümmert sich ein Arduino-Mikrocontroller.

Ein Fernsehbericht über die MeshCon 2014.

Maker Faire

Das Technik- und Kreativfestival für die ganze Familie. Hier kommen alle auf ihre Kosten, die gerne basteln, bauen, erfinden, experimentieren, tüfteln, handwerken und recyclen. Eine Maker Faire inspiriert zum kreativen und spielerischen Umgang mit Materialien und Technik und lädt zum Gespräch mit Gleichgesinnten ein. Vor allem dürfen die Besucherinnen und Besucher auch selbst mit anfassen und Sachen ausprobieren: bei zahlreichen Mitmach-Aktionen wie Experimenten, Workshops oder Kunstprojekten.

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Anna Schubert zeigt anhand einer Demo, wie man Menschen und Kleider digital und in 3D simulieren und zu einem virtuellen Fitting-Tool zusammenbringen kann. Willi Döring, aka Neurofox, präsentiert ein Open-Design-Kopfband als Wearable. Die eingenähten Sensoren können Gehirnwellen analysieren, die Körperdaten aufzeichnen und auswerten. Das Kopfband wärmt nicht nur, sondern liefert dem Träger auch wissenschaftliche Erkenntnisse.

Weitere Vorträge auf der MeshCon drehen sich um Themen wie Kleidungsherstellung und Computeranimationen, Augmented Reality, die Verknüpfung von Sensoren in Kleidung mit dem Web bis hin zu blitzerzeugenden Teslaspulen, die über einen Ganzkörperanzug gesteuert werden.

Ergänzt wird das MeshCon-Programm durch Workshops. Neben einer Anleitung, wie man seine Strickmaschine selbst hacken kann, gibt es zwei Programmier-Workshops: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Awesome Shields und von CoderDojo vermitteln Programmieranfängern und Kindern von 5 bis 17 Jahren den Spaß am Programmieren und Hardware bauen.

Tages-Tickets für die MeshCon kosten regulär 11 Euro und ermäßigt 7 Euro. Wer auch noch am Sonntag die Maker Faire besuchen will, kann sich für 17 Euro ein Wochenendticket kaufen. Besucher der Maker Faire haben freien Eintritt zur MeshCon. (pek)