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Microsoft Project Torino: Programmieren für Sehbehinderte

Microsoft lanciert mit dem Project Torino eine „physische Programmiersprache“ für sehbehinderte Kinder, die programmieren lernen möchten.

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Kinder spielen mit Elektronik

(Bild: Microsoft/Jonathan Banks)

Wie können Kinder einfach und altersunabhängig ans Programmieren herangeführt werden? Microsoft entwickelt mit dem Project Torino ein Lernkonzept, mit dem der Nachwuchs unabhängig von Lese- und Schreibkompetenz und trotz vorhandener Sehbehinderungen spielerisch coden lernen soll. Die Zielgruppe sind Kinder von sieben bis elf Jahren, egal ob sie sehbehindert sind oder nicht.

Das Prinzip ist simpel: Objekte in verschiedenen Formen können miteinander verbunden und so logische Schleifen, Schalter und Funktionen zusammengesetzt werden. Kinder können auf diese Art ganz einfach Musikstücke, Spiele oder kleinere Programme entwickeln.

Inklusives Lernen für alle

Project Torino wurde in Großbritannien in Zusammenarbeit mit Lehrern, Computerexperten und Kindern entwickelt und im vergangenen Jahr ausgiebig getestet und soll nun in eine großflächigere Betaphase gehen. „Eine unserer Schlüsselideen im Design war die Inklusion. Wir wollten Kinder nicht weiterhin isolieren. Die Idee war, etwas zu entwickeln, das eine ganze Schulklasse benutzen kann, auch gemeinsam“, so Cecily Morrison von Microsoft Research Cambridge. Neben Sehbehinderten gelten auch Legastheniker und Autisten als diejenigen, die vom Projekt profitieren können.

Derzeit ist die Probephase auf Großbritannien beschränkt, das Projekt soll aber mittelfristig weltweit umgesetzt werden. (kgr)