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Musik aus der Sandkiste

Das Sand Noise Device ist eine Sandkiste, mit der Jung und Alt Musik machen können. Der Sand ist die Basis für ein Augmented Reality User Interface für einen Synthesizer.

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Sand Noise Device

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Ein Haufen Sand, ein Beamer, eine Kinect, eine Playstation-Kamera, eine handvoll LED-Lampione, Lautsprecher und ein Laptop. Das sind die wichtigsten Zutaten für ein kalifornisches Kunstprojekt, das Augmented Reality mit einem Synthesizer verknüpft. Herausgekommen ist das Sand Noise Device, das bei der Engadget Expand in New York gezeigt wurde.

In einer Sandkiste stehen ein paar LED-Lampione. Von oben projiziert ein Beamer Animationen auf den Sand. Aus Lautsprechern wabert chillige Musik. Jedermann ist eingeladen, den feinen Sand herumzuschieben und die LED-Lampione zu versetzen, umzudrehen oder abzudecken. Über diese Manipulationen wird die Musik beeinflusst, und auch die Animationen verändern sich.

Die Installation war Freitag und Samstag in New York City zu sehen und zu bespielen.

Das Besucherinteresse an der in einem abgedunkelten Zelt aufgebauten Attraktion war groß. Während sich Erwachsene vor allem für die Funktionsweise interessierten, spielten Kinder einfach drauflos. Mehrere Spieler gleichzeitig sind durchaus erwünscht.

"Es kann nichts Schlimmes passieren. Sie können nichts falsch machen", betonte Matt Roads vom vierköpfigen Entwicklerteam. Das fördere die spielerische Erarbeitung des Sand Noise Device. "Bei einem Keyboard setzt sich ein Erwachsener hin und spielt ein paar Töne. Das klingt dann vielleicht nicht so schön und er lässt es bleiben."

Über dem Tisch hängen neben dem Beamer eine Microsoft Kinect. Damit werden die Tiefenwerte des Sandes erfasst. Die Farberkennung der LED-Lampione übernimmt die Kamera einer Playstation. Eigentlich schaffte auch das die Kinect, "doch können wir auf diese Werte leider nicht zugreifen", sagte Roads, der Jazz-Musiker ist.

Das Zelt dient dazu, die Helligkeit zu reduzieren. Dann funktionieren Beamer und Farberkennung besser. Außerdem wird nicht die gesamte Ausstellungshalle mit der Musik zwangsbeglückt. (Daniel AJ Sokolov) / (ds)